Julia Schily-Koppers-Ausstellung

Otto Schily. Foto: dpa
Borken (pd/dd). Im Rahmen des Neujahrskonzertes der Musiklandschaft Westfalen am 5. Januar, bei dem Otto Schily einen Teil des Konzertes dirigieren wird, ist von Freitag, 5. Januar bis Sonntag, 14. Januar, im Vennehof eine kleine Ausstellung mit Werken von Julia Schily-Koppers (1855-1944) zu sehen. Die Malerin ist in Borken geboren und war die Großmutter von Otto Schily. Die Ausstellungseröffnung ist am Donnerstag, 4. Januar, um 17.30 Uhr im Mölndalsaal, der Eintritt ist frei. Zu sehen sind Gemälde, Studien und Zeichnungen aus verschiedenen Schaffensperioden, die überwiegend aus der Sammlung des Heimatvereins Borken sowie aus Privatbesitz stammen.

In einer Zeit, in der Frauen ein offizielles Studium an deutschen Kunstakademien noch verwehrt war, verfolgte Julia Schily-Koppers energisch den Wunsch, die Malerei professionell zu erlernen. Nach einer „schönen, ländlichen Kinderzeit“ in der Umgebung des damaligen Hauses Koppers in der Vennestraße, absolvierte die Tochter des Juristen und späteren Landgerichtsrates Albert Koppers zunächst ein Haushaltsjahr, bevor ihre Eltern eine Lehre beim Maler Dominik Mosler, der an der Ausmalung der Ägidii-Kirche in Münster beteiligt war, billigten. Sie setzte ihre Studien in Düsseldorf fort, wo sie gemeinsam mit weiteren weiblichen Kunststudentinnen durch Professoren der Düsseldorfer Kunstakademie unterrichtet wurde. Bereits 1878 konnte sie auf der Ausstellung der Königlichen Akademie der Künste in Berlin ihre Werke zeigen, worauf die Teilnahme an zahlreichen, auch internationalen Ausstellungen folgte. Selbst nach der Heirat mit Leo Schily und als Mutter von drei Kindern gab sie die Malerei nie völlig auf und widmete sich bis ins hohe Alter vor allem der Porträtmalerei und dem Genrebild.
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