Münsterland Festival part 9: Programm eröffnet völlig neue Blickwinkel

Die isländische Sängerin JFDR bringt leichten Dance und Elektro mit ins Münsterland.
 
Die Stimme von Savina Yannatou aus Griechenland ist mal sanft und mal widerspenstig.
Münsterland (pd/dd). Kontraste, wie sie kaum deutlicher sein können. Gegensätze, die Spannung erzeugen und die Möglichkeiten der kulturellen Entdeckungen ins Maximale steigern. Diesen Herbst bietet die neunte Auflage des Münsterland Festivals mit seinen Partnerländern Griechenland und Island ein Programm, das völlig neue Blickwinkel eröffnet. Tickets für alle Veranstaltungen sind ab sofort an den bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.

31 Konzerte, zehn Ausstellungen, vier Exkursionen, zwei Lesungen und zwei Themenabende bringen vom 6. Oktober bis 11. November die griechische und isländische Kultur so intensiv wie noch nie ins Münsterland – dank einer Vielzahl an Förderern und Sponsoren, allen voran das Land NRW, das das Festival erneut mit Mitteln der Regionalen Kulturpolitik (RKP) unterstützt. „Wir haben diese enorme Spannbreite zwischen der mediterranen Lebensart der Griechen und den nordischen Eigenheiten der Isländer bewusst gewählt, um den Gästen zu zeigen, dass Europa ein Kontinent der Vielfalt ist“, sagt Christine Sörries, Künstlerische Leiterin des Festivals. „Kultur als Instrument der Völkerverständigung: Das ist die Ursprungsidee des Münsterland Festivals, die wir in der aktuellen Situation in Europa als wichtiger denn je empfinden.“

Dafür setzt der Münsterland e.V. als Veranstalter auf den bewährten Mix aus renommierten und (noch) etwas unbekannteren Jazz-, Pop-, Folk- und Klassik-Künstlern, die an besonderen, oftmals kleineren und intimeren Orten des Münsterlandes zu hören und zu sehen sind. Die Konzerte finden in historischen Wasserschlössern, ehemaligen Industriebrachen, Ausstellungshallen und Kunstvereinen, ausgesuchten Konzertsälen oder Theatern statt. 38 verschiedene Veranstaltungsstätten in 28 Städten und Gemeinden des Münsterlandes sind es insgesamt. „Dass das Festival auf diese Weise die Region völlig neu erlebbar macht, ist ein Alleinstellungsmerkmal auf das wir besonders stolz sind“, so Klaus Ehling, Vorstand des Münsterland e.V.

Verstärkt wird der Blick auf das Münsterland zudem durch eine Wanderung mit der Regionsschreiberin Claudia Ehlert durch die Baumberge und eine Exkursion zur Zeche Ibbenbüren, deren Steinkohleförderung Ende nächsten Jahres endet. „Dabei können die Teilnehmer tolle Ideen für die künftige Nutzung des Geländes kennen lernen und gleichzeitig einen Blick auf die Bergbaugeschichte der Region werfen“, so Ehling. Die Partnerländer stehen bei zwei Lesungen und einem Themenabend stärker denn je mit ihrer Kultur, Geschichte und Gegenwart im Fokus.

Den griechisch-isländischen Kontrast erleben die Besucher des Münsterland Festivals so auch gleich beim Auftaktkonzert am 6. Oktober im Kloster Gravenhorst in Hörstel. Die isländische Sängerin JFDR bringt leichten Dance und Elektro mit. Das Sokratis Sinopoulos Quartett entlockt unter anderem der typisch griechischen Lyra melancholische, klassische Jazz-Klänge. Gemeinsam mit der ebenfalls im Kloster zu sehenden Ausstellung „Meeting Halfway – Treffen auf halber Strecke“, die zeitgenössische Fotografie- und Filmkunst von Panos Kokkinias (GRC), Einar Falur Ingólfsson (ISL) und Yorgos Zois (GRC) zeigt, ist der erste Einblick in die Kulturen der Partnerländer perfekt. Zum genaueren Hinschauen lädt unter anderem die Band Imam Baildi am 20. Oktober ein. Die Griechen bringen eine tanzbare Mischung aus griechischen Balkanklängen, feinfühligen Vocals und Hip-Hop-MCs ins Kulturgut Haus Nottbeck in Oelde. Die Davensberger St.-Anna-Kirche ist am 13. Oktober die Kulisse für das Konzert von Savina Yannatou, das zudem kostenfrei ist.

Die griechische Sängerin und Songwriterin bringt die Atmosphäre, die Mythen und Traditionen ihrer Heimat mit mal sanfter, mal widerspenstiger Stimme zum Ausdruck. Begleitet wird sie vom Primavera Trio auf Kanun, Akkordeon, Nay und Kontrabass. Mit ruhiger, leichter Stimme kreiert die isländische Sängerin Sóley am 28. Oktober im Theater Münster die Stimmung eines hellen, isländischen Sommertags – und erforscht dabei die Grenzgebiete des Pop.

Alle weiteren Informationen zum Programm gibt es unter www.muensterlandfestival.com.
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