„Und im Fenster der Himmel“

Johanna Reiss liest in der Remigius-Bücherei Borken.
Borken (pd/dd). Als kleines Kind überlebte die gebürtige Niederländerin Johanna (Annie) Reiss den Holocaust in einem geheimen Versteck auf einem Dachboden. Über ihre Kindheit und die Erlebnisse während des Zweiten Weltkrieges berichtet sie eindrucksvoll in dem Buch „Und im Fenster der Himmel“. Am Donnerstag, 29. Juni, um 20 Uhr kommt die heute 84-jährige Reiss, die seit den 1950er Jahren in New York lebt, um 20 Uhr zu einer Lesung in die Remigius Bücherei.

Johanna Reiss befindet sich zur Zeit auf Lesereise in den Schulen im Kreis Borken. Mit dieser einzigen öffentlichen Veranstaltung möchte die Remigius Bücherei allen Erwachsenen die Möglichkeit geben, Frau Reiss und ihre beeindruckende Geschichte hautnah zu erleben. Der Eintritt ist frei. Die Autorin nimmt ihre Zuhörer mit in den Herbst 1941. Die Deutschen haben die Niederlande besetzt und die damals neunjährige Annie und ihre Schwester geraten in große Gefahr, weil sie Jüdinnen sind. Hilfreiche Bauern aus einem Dorf bei Winterswijk verstecken die beiden Schwestern in einer kleinen Kammer auf dem Dachboden. Fast drei Jahre lang leben sie dort in drangvoller Enge und sehnen sich nach frischer Luft und Bewegung und fürchten sich vor dem Entdecktwerden. Die Erinnerungen an diese schwere Zeit wollte Reiss eigentlich nur für ihre beiden Töchter aufschreiben. 1972 erschienen sie dann in den USA unter dem Titel „The Upstairs Room“. Sechs Jahre später wurde das Buch erstmals auch in deutscher Sprache veröffentlicht und mehrfach ausgezeichnet.
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