Ungarns junge Glasszene

Tamás Ábel „99% of Love“. Foto: Misi Borsos
Lette (pd/hie). Meisterstücke von ungarischen Glaskünstlern sind heiß begehrt, große internationale Museen und private Sammler müssen oft lange warten, um Werke von Weltklasse erwerben zu können. Im Glasmuseum Lette ist jetzt eine Ausstellung „Aufbruch – Ungarns junge Glasszene“ zu sehen. Gezeigt werden rund 55 Arbeiten von 27 Künstlern – es sind Skulpturen, Objekte und Installationen von international renommierten Künstlern, aber auch von vielversprechenden Vertretern der jungen Generation. Sie alle sind Mitglieder der Hungarian Glass Arts Society (HGS).

Glaskunst musste in Ungarn einen besonderen, einzigartigen Weg einschlagen, der sich nicht an der internationalen Studioglas-Bewegung orientieren konnte. Zwar gab es durchaus Traditionen in der Volkskunst und Glasproduktion, doch von etwa 1948 bis 1990 bestimmte vor allem Massenproduktion die staatliche Glasindustrie. Danach mussten viele Glashütten wegen Privatisierungen schließen, sie spielten weder für die Industrie noch für die Ausbildung zeitgenössischer Glaskunst eine große Rolle.

Von enormer Bedeutung dagegen war in Ungarn seit den 50er und 60er Jahren die erstklassige Ausbildung an den Fachschulen, Akademien und an der Budapester Moholy-Nagy-Universität für Kunst und Design. Zoltán Bohus, Meister, Lehrer und Pionier, war maßgeblich für die Entwicklung des autonomen Glases in Ungarn verantwortlich und erlangte schnell internationale Bedeutung für seine architektonischen Skulpturen aus kalt bearbeitetem Glas.

Die Ausstellung läuft bis zum 1. September, die Öffnungszeiten von Glasmuseum und Glasdepot sind Mittwoch und Samstag, 14 bis 17 Uhr, sonntags 11 bis 17 Uhr.
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