Blütenzauber von schneeweiß bis purpurrot

Schneeweiße Blüten sind in den dunklen Monaten Lichtblicke in jedem Wohnzimmer.
 
In sechs bis acht Wochen entwickelt sich der 70 Zentimeter hohe Stängel mit bis zu sechs riesigen Blüten.
Kreis Borken (pd/dd). Sie ist eine der bekanntesten Winterblüherinnen für drinnen. Trotzdem wissen viele Menschen nicht, wie sie wirklich heißt: Die Rede ist von der Hippeastrum. Doch erst wenn der Name Amaryllis fällt weiß man, welche Blume gemeint ist. Nimmt man es genau, bezeichnet dieser Name aber eine ganz andere Zwiebelpflanze, nämlich die aus Südafrika stammende Belladonnalilie. Doch wie kam es zu so einer Verwirrung? Im 18. Jahrhundert fasste der schwedische Botaniker Carl von Linné die Gattung der Amaryllis schlichtweg zu weit. Aufgrund der großen Ähnlichkeit der Blüten ordnete er auch die Hippeastrum dieser Gattung hinzu. Erst 1987, knapp zweihundert Jahre später, wurde offiziell entschieden, dass die winterliche Pflanze zwar zu den Amaryllisgewächsen, aber nicht zur Gattung der Amaryllis gehört und von nun an Hippeastrum heißen soll. Dieser botanische Name stammt aus dem Griechischen und setzt sich aus den Worten „hippeos“ (Ritter) und „astron“ (Stern) zusammen. Daher wird die Pflanze in Deutschland oft auch Ritterstern genannt.

Ursprünglich kommt die Hippeastrum aus Südamerika und bevorzugt tropisches Klima. Daher fühlt sie sich am wohlsten, wenn es sehr warm ist. Das mag irritieren, immerhin blüht sie in unseren Wohnzimmern schon im kalten Winter. Tatsächlich ist die Amaryllis aber eine Frühlingspflanze, die ihre Blüten erst öffnet, wenn im Frühjahr die Temperaturen steigen. „Damit der Ritter-stern schon im Dezember blüht, greifen Blumenzwiebelgärtner auf einen einfachen Trick zurück: Die Blumenzwiebeln werden im Herbst trocken, kühl und dunkel gelagert. So wird der Hippeastrum vorgegaukelt, es sei bereits Winter. Kommen die Zwiebeln dann frisch eingetopft ins warme Wohnzimmer, fühlt es sich für die Pflanze wie Frühling an und sie treibt aus. Zu warm sollte es für die Amaryllis trotzdem nicht sein: Sie mag zum Beispiel keinen Platz direkt an der Heizung oder anderen Wärmequellen. Ideal ist eine Zimmertemperatur von 20 bis 23 Grad Celsius. Dort entwickelt die Pflanze innerhalb von sechs bis acht Wochen nach dem Topfen einen maximal 70 Zentimeter hohen Stängel mit bis zu sechs riesigen Blüten. Vor allem in der Adventszeit findet die Amaryllis mit ihren festlich wirkenden Blüten immer mehr Freunde. Die Hippeastrum fühlt sich in normaler, guter Blumenerde wohl und wünscht sich ein Pflanzgefäß mit Wasserabzugsloch. Am besten geeignet sind Tontöpfe, weil sie schwerer und standfester sind als die aus Plastik. Die Gefäße sollten nur etwas größer als die Zwiebeln sein und diese sollte mindestens ein Drittel aus der Erde herausragen. Bis die Blütenstiele etwa handhoch sind und sich die Blütenknospen zeigen, braucht die Amaryllis nur wenig Wasser. Danach wird wieder mehr gegossen und alle zwei Wochen etwas gedüngt. Empfehlenswert ist es außerdem, den Topf hin und wieder etwas zu drehen. So stellt man sicher, dass die Pflanze gerade wächst. Denn von Natur aus neigt sie sich immer stark zum Licht.

Im Fachhandel gibt es heute über 70 verschiedene Amaryllen – einige sind typisch rot, andere hingegen weiß, rosa, orange oder gelb. Manche entwickeln sogar mehrfarbige Blüten mit interessanten Sprenkeln oder Mustern. Es gibt einfache und eindrucksvoll gefüllte Blüten, andere erinnern mit ihrer Form sogar an Seesterne. Weitere Infos auch auf www.fluwel.de.
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