Lilienzwiebeln können schon jetzt in die Erde

Lilien beeindrucken mit erhabener Schönheit.
Kreis Borken (pd/dd). Jedes Jahr, vor dem Jahreswechsel, beginnt für die Zwiebeln der Lilien ihre kurze Zeit aus der Erde. Vor wenigen Wochen wurden sie als die letzten der sommerblühenden Zwiebelblumen von den Feldern gerodet und für den Verkauf im Frühjahr vorbereitet. Der Sand wurde mit Wasser abgespült, die alten Blütenstängel von Hand entfernt und die Zwiebeln in einer Sortiermaschine nach Größen geordnet. Dann ging es in Kisten mit Erde in Kühlzellen, wo sie bei Temperaturen von null Grad oder niedriger so lange gelagert werden, bis sie – und zwar schon im Januar – in die Gärten gepflanzt werden können.

Lilien beeindrucken seit jeher mit ihrer majestätischen und erhabenen Schönheit. Die Madonnenlilie gehört sogar zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt. Bereits 4500 vor Christus verzierten die Ornamente dieser Pflanzen Säulenkapitellen, Königsthrone und Sarkophage des alten Ägyptens. Auf verschlungenen Wegen gelangten die Lilien dann von den Phöniziern zu den Griechen und Römern. Selbst in der griechischen Legende von Zeus und seinem Sohn Herkules spielen sie eine Rolle. Jahrhunderte später wurden Lilien im Mittelalter aufgrund ihrer strahlend weißen Farbe zum christlichen Symbol der Reinheit. Als Konzession an die Unschuld ging man allerdings oft so weit, die Madonnenlilie ohne Fruchtstempel und Staubgefäße zu malen – denn diese wurden als anzüglich interpretiert. Bis heute haben Lilien nichts von ihrer erhabenen, faszinierenden Kraft eingebüßt. Wo auch immer sie ihre Schönheit entfalten, ob in kleinen Gruppen zwischen niedrigen Sträuchern oder nicht zu hohen Stauden, vor einer Hecke oder immergrünen Gehölzen, in der Rabatte oder im Kübel – sie ziehen unwillkürlich bewundernde Blicke auf sich und beeindrucken den Betrachter durch ihre Perfektion und starke Präsenz.

Kennzeichnend für die Gattung Lilien ist die Zwiebel mit überlappenden Schuppen, die je nach Art fest oder locker sind. „Anders als zum Beispiel Tulpen, Narzissen oder Allium besitzen Lilienzwiebeln allerdings keine schützende Außenhaut“, erklärt Blumenzwiebelexperte Carlos van der Veek von Fluwel. „Daher trocknen die Zwiebeln an der Luft leicht aus. Deshalb empfehle ich, Lilien so früh wie möglich in die Erde zu pflanzen, am besten schon im Januar. Dort sind sie optimal aufgehoben und können im Frühjahr wurzeln und austreiben.“

Ab Anfang Januar können sich Blumenfreunde auf der Website des Blumenzwiebelspezialisten (www.fluwel.de) über die aktuellen Züchtungen informieren. Mehr als 50 verschiedene Sorten sind dort zu finden, von einfach Blühenden wie „Lilium Gaucho“ bis zu den gefüllt blühenden Roselilies. Die Sorte „Roselily Felicia“ blüht beispielsweise mit mehr als sechzehn rosafarbenen Blütenblättern. „Oft wird eine Pflanzung zwar erst ab März empfohlen, die meisten Zwiebeln sind jedoch winterhart und überstehen die Kälte des neuen Jahres.“
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