Meldeaktion für Insekten vom 31. Mai bis 9. Juni und 2. bis 11. August: Was krabbelt denn da?

Die Insektenzählung findet an zwei Terminen statt. Foto: NABU/Eric Neuling
 
Nicht nur den Siebenpunkt-Marienkäfer gibt es zu entdecken. Foto: Helge May
Borken (pd/hie). Es gibt mehr als eine Million verschiedene Insektenarten und sie summen und brummen auf der ganzen Welt. Mit ihrer Vielfalt ohne Grenzen sind die kleinen Krabbler faszinierend als auch sehr wichtig für die Umwelt. Insekten sind für das Gleichgewicht aller Ökosysteme unentbehrlich. Doch in den letzten Jahren gehen ihre Bestände dramatisch zurück.

Mit der Mitmachaktion will der NABU die kleinen, fleißigen Helfer unserer Ökosysteme näher in den Fokus rücken.

Der „Insektensommer“ ist eine bundesweite Aktion, um eine kontinuierliche Erfassung der Insekten zu etablieren. Die Meldeaktion ist die erste Zählung dieser Art. Sie können helfen Daten zur Artenvielfalt und der Häufigkeit der Insekten zu sammeln. Jedes Insekt zählt!


Wie funktioniert der Insektensommer?


Der optimale Tag, um viele Insekten zu sehen, ist ein sonniger, warmer, trockener und windstiller Tag. Notieren sie alle Insekten, die sie innerhalb einer Stunde an Ihrem Beobachtungsplatz entdecken können – schauen Sie ruhig einmal in die Blumentöpfe, an Bäumen oder unter Steinen nach. Insekten leben und lieben ihren Mikrokosmos, auch wenn Fluginsekten weite Strecken zurücklegen können.

Zählen Sie bei mobilen Arten wie Schmetterlingen oder Hummeln von jeder Art die größte gleichzeitig anwesende Zahl von Tieren, die Sie beobachtet haben und nicht die Summe der Einzelbeobachtungen im Laufe der Stunde, so vermeiden Sie Doppelzählungen. Wenn am Anfang der Beobachtungszeit ein Kohlweißling vorbeifliegt und eine halbe Stunde später noch einmal einer, könnte es beide Mal der selbe sein. Gemeldet wird in diesem Fall also nur ein Kohlweißling. Die Beobachtungen werden als sogenannte Punktmeldungen erfasst.

Es sollen also nicht die Insekten eines größeren Gebietes zusammengefasst werden, sondern nur die von einem eng begrenzten Beobachtungsort. Diesen Ort hat der NABU als Umkreis von höchstens zehn Metern festgelegt – das sind immerhin gut 300 Quadratmeter und damit genügend Raum für viele interessante Insektenfunde. Wer Lust und Zeit hat, kann natürlich an mehreren Orten beobachten, muss dann aber jedes Mal eine separate Meldung abgeben. Weitere Informationen zur Aktion, Zählhilfen oder auch die Bauanleitung für ein Insektenhotel finden Sie auch unter www.nabu.de



NABU-App „Insektenwelt“: Bestimmen & entdecken

Mit der kostenlosen App „Insektenwelt“ für iOS und Android kann man die häufigsten heimischen Insekten bestimmen, kartieren und melden. Besonderheiten sind die fotografische Erkennungsfunktion sowie die Verknüpfung mit der NABU-Aktion „Insektensommer“ und naturgucker.de.

Die Insektenwelt-App richtet sich an Insektenliebhaber und alle, denen unsere vielfältige Natur am Herzen liegt. Im Fokus steht das Entdecken und Bestimmen, aber auch die Möglichkeit, Beobachtungen zu notieren und senden ist eine wichtige Funktion. Eine Besonderheit ist die fotografische Erkennungsfunktion, die eine schnelle und einfache Bestimmung eines Insektes ermöglicht – vorausgesetzt es handelt sich um eine der 122 in der App enthaltenen häufigen Arten. 122 von 33.000 in Deutschland vorkommenden Arten klingt verschwindend gering, von der Beobachtungswahrscheinlichkeit sind damit aber gut 50 Prozent aller Sichtungen abgedeckt. Die Artenbestimmung geschieht durch eine speziell entwickelte Mustererkennungs-Software, die anhand von bis zu tausend Fotos je Art die Arten „gelernt“ hat.

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