32 Kilometer zum Job

Viele Bürger arbeiten nicht an ihrem Wohnort. Foto: LBS
Borken (pd/dd). Die Menschen in NRW sind bereit, für ihren Job immer weitere Wege zurückzulegen. Nach einer aktuellen Umfrage der LBS dürfte die Arbeitsstelle nach dem nächsten Umzug durchschnittlich 32 Kilometer von der Wohnung entfernt liegen. Das sind noch einmal zwei Kilometer mehr als vor fünf Jahren. Die tatsächliche Entfernung betrug 2016 knapp 17 Kilometer. Dass Wohnen und Arbeiten durch neue Technik zusammenwachsen, scheint sich bisher zumindest nicht zu bewahrheiten.

Laut amtlicher Statistik des Landes NRW pendeln täglich 10.193 Arbeitnehmer aus Borken in eine andere Gemeinde. Die drei wichtigsten Ziele dabei sind das 15,9 Kilometer entfernte Bocholt (1.334 Pendler), gefolgt von Rhede (810 Pendler/8,9 km) und Raesfeld (584 Pendler/9,6 km). LBS-Gebietsleiter Alexander Baumeister: „Menschen in Borken legen viel Wert auf die soziale Bindung in ihrer Gemeinde und sind bereit, dafür große Strecken zur Arbeit zu pendeln.“ Ein weiterer Grund dürften die hohen Wohnkosten an Orten mit hoher Arbeitsplatzdichte sein.
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