Abnehmen ist nicht so einfach

Unrealistische Vorstellungen führen leicht zu Diät-Frust. Foto: Nestlé Ernährungsstudio
Borken (pd/hie). Viele Leute kennen es – egal ob Vorsätze fürs neue Jahr oder Diäten für die Strandfigur – schon nach kurzer Zeit gehören sie der Vergangenheit an. Nicht selten sind falsche Diät-Versprechen oder unrealistische Ziele der Grund. „‚Blitz-Diäten machen schlank‘, ‚5 Kilogramm in einer Woche‘, ‚Light-Produkte helfen beim Abnehmen‘, ‚Ideal ist das Idealgewicht‘ oder ‚Tägliches Wiegen ist notwendig‘. Das sind nur einige Aussagen in der Diäten-Szene, die meistens nicht den Tatsachen entsprechen und zu falschen Erwartungshaltungen sowie unrealistischen Zielsetzungen führen“, erklärt Dr. Annette Neubert, Ernährungswissenschaftlerin im Nestlé Ernährungsstudio.


Veraltete und falsche Aussagen Blitz-Diäten versprechen rasche Abnehmerfolge und gehen in der Regel mit einer drastischen Einschränkung der Energiezufuhr einher. Dabei kann es schwierig werden, alle notwendigen Nährstoffe in ausreichender Menge aufzunehmen. Während der Einhaltung solcher Diäten bleiben viele Leute oft hungrig – das führt zu Frust. In der meist kurzen Diätphase stellt sich der Körper auf die geringe Energiezufuhr ein und kommt mit weniger Energie aus. „Nach der Diät fallen die Meisten jedoch wieder in ihr normales Ernährungsverhalten zurück und der Körper, der noch auf das verminderte Nahrungsangebot eingestellt ist, legt die überschüssige Nahrungsenergie noch effizienter als Energiereserven an“, sagt Dr. Annette Neubert. „Nach dem vorherigen Gewichtsverlust steigt das Körpergewicht wieder an und führt zum so genannten Jo-Jo-Effekt. Schlussendlich kann die Waage sogar mehr anzeigen als vorher.“ Oft wird bei Diäten, aber auch in der täglichen Ernährung, zu vermeintlich kalorienarmen Light-Produkten gegriffen, um Nahrungsenergie einzusparen und den Abnehmprozess zu unterstützen. „Light“ oder „leicht“ heißt aber nicht immer, dass in den Produkten weniger Kalorien stecken. Light kann vieles von zucker- oder fettreduziert bis zu weniger Koffein oder Alkohol bedeuten. Daher ist es ratsam, auf dem Etikett den tatsächlichen Kalorien-, Fett- und Kohlenhydratgehalt eines Produktes zu beachten. Früher galt das Idealgewicht als erstrebenswertes Körpergewicht. Dies ist längst überholt. Heutzutage dient der Body-Mass-Index (BMI), das Verhältnis zwischen der Körpergröße und dem Körpergewicht, als Richtwert. Er ist nicht wie das Idealgewicht ein exakter Wert, sondern eine Spanne, welche auch individuelle Lebensweisen in Abhängigkeit von Alter und Geschlecht berücksichtigt. Bei einem Erwachsenen gilt ein BMI zwischen 18,5 und 24,9 per Definition als ein normales Körpergewicht.
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