Abwasserschutz

Medikamentenreste gehören nicht in die Kanalisation. Foto: Rainer Sturm/Pixelio.de
Borken (pd/hie). Alle nordrhein-westfälischen Städte und Gemeinden müssen 2018 erstmals ein Konzept zum Trinkwasserschutz präsentieren. „Jeder Verbraucher kann einen Beitrag dazu leisten, den Wasserkreislauf zu schützen, indem Medikamentenreste nicht in der Kanalisation landen“, sagt Kersten Hartmann vom Apothekerverband Westfalen-Lippe (AVWL). „Die örtlichen Apotheken bieten Beratung und Service in allen Fragen rund um Arzneimittel, auch bei einer Entsorgung“, so Hartmann. Was an Belastungen gar nicht erst in den Wasserkreislauf gelangt, müsse später auch nicht mit hohem und teurem Aufwand wieder davon befreit werden, erklärt der Apotheker. Arzneimittel würden im Vergleich zur Landwirtschafts- oder Industrieproduktion zwar nur einen geringen Belastungsfaktor darstellen. „Aber schützen sollte man das Trinkwasser auf jede praktikable Weise.“ Den Rat, nicht mehr benötigte Arzneimittel im Abwasser zu entsorgen, habe es nie gegeben, dennoch sei diese Unsitte noch immer verbreitete Praxis. Viele Apotheken nehmen Reste von Tabletten, Tropfen oder Salben zurück, auch wenn sie dazu nicht gesetzlich verpflichtet sind. Die örtlichen Abfallwirtschaftsbetriebe halten ebenfalls Infos bereit. Nach den mit Unterstützung der Bundesregierung verbreiteten Informationen von Fachinstituten können Altarzneimittel in der Regel über die Restmülltonne entsorgt werden. Dieser Entsorgungsweg ist mit wenig Aufwand verbunden und gilt als umweltbewusst und sicher.
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