Bei 80 fahren Sie Wasserski!

Zu hohe Geschwindigkeit ist die Unfallursache Nr. 1 bei Aquaplaning. Fotos: DEKRA
Kreis Borken (pd/dd). „Auch mit modernen Reifen ist die Aquaplaning-Gefahr nicht vollständig gebannt. Die Physik lässt sich nicht überlisten“, so DEKRA Reifenexperte Christian Koch. Sobald das Wasser auf der Fahrbahn wenige Millimeter hoch steht, kann bei höheren Geschwindigkeiten ein Wasserkeil unter den Vorderrädern entstehen, der das Fahrzeug unlenkbar macht.

„Wie schnell ein Reifen aufschwimmt, hängt stark von der Fahrgeschwindigkeit und der Profiltiefe der Reifen sowie von der Wassertiefe ab“, erklärt Koch. Für gebrauchte Reifen mit mehr als drei Millimeter Profiltiefe gilt die Faustregel: „Ab 80 km/h fahren Sie Wasserski.“ Im Bereich des gesetzlichen Minimums von 1,6 Millimetern kann Aquaplaning aber auch schon bei 65 bis 70 km/h auftreten. Aus diesem Grund empfiehlt DEKRA, nicht nur Winter-, sondern auch Sommerreifen nicht bis zum gesetzlichen Minimum von 1,6 Millimetern herunterzufahren, sondern schon bei einem Restprofil von drei Millimetern auszutauschen.

„Zu hohe Geschwindigkeit ist die Ursache Nummer 1 bei Aquaplaning-Unfällen“, warnt der Unfallsachverständige. „Ich empfehle, auf Fahrbahnen mit durchgehendem Wasserfilm das Tempo zu verringern und nicht abzuwarten, bis Aquaplaning auftritt. Was tun, wenn es passiert und das Fahrzeug plötzlich aufschwimmt? „Tempo verringern, dafür zügig, aber nicht zu abrupt vom Gas gehen, Kupplung treten, das Lenkrad gerade halten und nicht zur Seite lenken“, empfiehlt Koch.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.