Beleuchtung ist „Sorgenkind“

Mängel an der Beleuchtungsanlage gehören zu den häufigsten Problemen. Fotos: TÜV Nord
Kreis Borken (pd/dd). Insgesamt 60,5 Prozent der Autos, die im vergangenen Jahr an den TÜV-Stationen in Borken und Bocholt von den Sachverständigen vor Ort auf Herz und Handbremse gecheckt wurden, hatten überhaupt keine Mängel. Das ist ein durchaus erfreuliches Ergebnis. Zusätzlich fanden die TÜV-Sachverständigen bei 16,3 Prozent nur geringe Mängel, sodass 76,8 Prozent sofort eine TÜV-Plakette mit zwei Jahren Gültigkeit bekamen.

Bemerkenswert ist aber auch die andere Seite: Bei immerhin 23,2 Prozent der vorgestellten Autos wurden erhebliche Mängel festgestellt. Sie mussten umgehend repariert werden, bevor nach einer Nachprüfung Plakette auf HU-Siegel in den Fahrzeugschein geklebt werden konnten. Als völlig verkehrsunsicher wurde ein Auto eingestuft. Dies ist zusammengefasst das Ergebnis der HU-Statistik vor Ort, die jetzt von TÜV Nord veröffentlicht wurde. Die Zahl der Fahrzeuge mit erheblichen Mängeln hat sich hier schon zum fünften Mal hintereinander verringert – ein dauerhaft positiver Trend. Dies ist in den Augen der TÜV-Sachverständigen Beleg für die Wirksamkeit der unabhängigen und neutralen Hauptuntersuchung, die in der Regel alle zwei Jahre fällig ist und wegen der Fahrzeuge mit Mängeln in die Reparaturbetriebe geschickt werden. Dadurch werden die Autofahrer angehalten, in einen guten technischen Zustand ihres Fahrzeugs zu investieren – zum Nutzen für die Sicherheit auf den Straßen. Detlev Wissing, Leiter der TÜV-Station Bocholt: „Wir freuen uns über diese Entwicklung der Mängelquoten. Die Hersteller bauen schließlich sichere Autos und legen auch Wert auf die Langzeitqualität. Die Autofahrer wiederum kümmern sich in Zeiten guter Wirtschaftslage mehr um Wartung und Pflege ihrer Fahrzeuge. Wer sein Auto regelmäßig zu den empfohlenen Inspektionsterminen in einer guten Fachwerkstatt warten lässt, hat bei der Hauptuntersuchung weniger Mängel an seinem Fahrzeug und mehr Freude an sicherer Mobilität. Besonders freuen würde es uns aber auch, wenn der kurze Check der Beleuchtungsanlage vor Fahrtantritt zur Regel wird.“

Dass die Beleuchtungsanlage stiefmütterlich behandelt wird, zeigt auch die Verteilung der Mängelgruppen. Hier liegt „Licht, Elektrik“ in der Statistik wieder weit vorne. Und das, obwohl die Kontrolle der Beleuchtungsanlage und deren Reparatur relativ einfach zu bewerkstelligen ist. Die alljährliche Beleuchtungsaktion, die im Oktober unter anderem vom Kfz-Gewerbe und dem TÜV durchgeführt wird, dient auch dem Ziel, Beleuchtungsmängel an Fahrzeugen gerade vor der dunklen Jahreszeit abzustellen. Wichtig: Wer noch mit einer grünen Plakette für 2018 unterwegs ist, sollte sich bald einen Termin beim TÜV geben lassen. Mit dem Jahreswechsel ändert sich die Farbe der fälligen Plaketten von Grün auf Orange. Wird der TÜV-Termin überschritten, wird ein Verwarnungsgeld und ab dem 8. Monat ein Punkt in Flensburg fällig.
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