Die 5 wichtigsten rhetorischen Mittel & ihre Wirkung

Um einen überzeugenden Vortrag zu halten und um sicherzustellen, dass der eigene Standpunkt beim Gegenüber ankommt, sind bewusst eingesetzte rhetorische Mittel unverzichtbar. Im Folgenden werden 5 rhetorische Mittel, ihre Wirkung und was bei ihrem Einsatz zu beachten ist, erklärt:

Zitate

Zitate bieten den Vorteil, dass sie meist kurz und prägnant die eigene Überzeugung wiedergeben können und dabei den Nagel noch besser auf den Kopf treffen als selbst formulierte Gedanken. Das Gesagte wird dadurch effektiv unterstrichen, besonders dann, wenn das Zitat von einem bedeutenden Verfasser stammt. Man sollte jedoch nicht den Fehler machen, und zu viele Zitate in den Vortrag einbauen, da er dadurch zu einer reinen Aufzählung verkommt und man in Gefahr gerät, überheblich oder unsicher zu wirken.

Zur Untermauerung eines Argumentes, ist ein Zitat aber bestens geeignet und erstickt meist jegliche Kritik im Keim. Bei der Verwendung eines Zitates sollte man in der Rede auf die gleich erfolgende Erwähnung eines Zitates hinweisen, dieses wortgetreu wiedergeben und den Verfasser sowie die Quelle exakt benennen. In einem eigens angefertigten Redemanuskript macht es Sinn, das Zitat aufzuschreiben. Hier hilft der Umstand, dass ein abgelesenes Zitat weitaus glaubwürdiger wirkt, als ein auswendig vorgetragenes.

Bilder und Gleichnisse

Besonders bei sehr theoretischen Vorträgen läuft man Gefahr, dass sich die Zuhörer langweilen. Zur Auflockerung dienen daher Bilder oder auch aktuelle Beispiele um das Gesagte hervorzuheben. Der Sachverhalt wird durch Bilder oder ein konkretes Beispiel lebendiger und bewirkt einen "Aha"-Effekt beim Zuhörer. Man kann dabei auf persönlich Erlebtes oder Lebensweisheiten zurückgreifen.

Der Einbau von Metaphern dient dazu, eine besondere Stimmung zu erzeugen. Indem man statt "Diese Aussage ist korrekt" auf die Metapher "Er hat den Nagel auf den Kopf getroffen" zurückgreift, bedient man sich eines rhetorisch wirksameren Elementes.

Fragen

Das Publikum wird durch den Einbau von Fragen in die Rede mit eingebunden. Die Frage erzeugt durch ihre suggestive Wirkung ein gesteigertes Interesse an der Antwort und motiviert zum Mitdenken. Das Einbauen von Fragen ist eines der stärksten rhetorischen Mittel um den Zuhörer direkt anzusprechen. Außerdem wird dadurch ein Ansprechen auf Augenhöhe und das Gefühl vermittelt, auf die Reaktion des Publikums angewiesen zu sein.

Humor

Es ist erwiesen, dass die Aufmerksamkeitsspanne eines durchschnittlichen Zuhörers ungefähr zwanzig Minuten beträgt. Zuhören ermüdet und ist auf die Dauer sehr anstrengend. Deshalb ist es um so wichtiger, in regelmäßigen Abständen eine Möglichkeit zur Entspannung für das Publikum zu schaffen. Ausserdem wird dadurch der Unterhaltungswert der Rede vergrößert.

Der wirkliche Benefit von Humor ist jedoch, dass auf diese Art und Weise eine tragfähige persönlich-emotionale Verbindung zum Publikum aufgebaut werden kann. Die Argumente fallen dadurch eher auf fruchtbaren Boden. Humor ist auch ein hervorragendes Mittel, um sich aus einer heiklen Situation zu befreien. Beim Einsatz des rhetorischen Mittels Humor sollte darauf geachtet werden, dass der Witz weder zu lässig und umgangssprachlich ist und auch nicht als Anbiederung wirkt.

Besondere Vorsicht ist beim Einsatz von Ironie geboten, da immer weniger Menschen diese erkennen und zu würdigen wissen. Es kann dadurch zu Missverständnissen kommen.

Pausen

Viele Redner machen den Fehler, in monotonem Stil und ohne Unterbrechungen, bar jeglichen Spannungsaufbaus zu sprechen. Besonders wenn es um trockenes Zahlenmaterial geht oder um eine lange Liste von Aufzählungen, sind Pausen sehr wertvoll um das Publikum nicht zu verlieren. Pausen ermöglichen den Zuhörern das Gesagte mit den eigenen Gedanken zu verbinden.

Aber auch für den Redner sind Pausen wertvolle Möglichkeiten, die folgende Passage gedanklich vorzubereiten. Eine bewusste und zielgerichtete Pause baut zudem Spannung auf, führt dazu das eine, eventuell verlorengegangene, Ruhe wieder einkehren kann und hilft dabei, bereits geistig weggetretene Zuhörer wieder einzufangen. Zu beachten ist, dass Pausen von den Zuhörern meist erst nach einigen Sekunden als solche wahrgenommen werden.

Eine ausführliche Liste mit allen vorhandenen rhetorischen Stilmitteln und den dazugehörigen Erklärungen findet man auf uni-24.de
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