Die Dosis macht das Gift: Was genau passiert da eigentlich beim Kater?

Kopfschmerz, Übelkeit und Herzrasen: Nur einige Symptome vom Kater. (Foto: colourbox.de)

Borken (mtg). Wer feucht-fröhlich bis in die frühen Morgenstunden feiert, bechert meist auch – und das nicht zu wenig. Erst am nächsten Morgen folgt das böse Erwachen: Kopf- und Gliederschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, Herzrasen, Müdigkeit oder Kreislaufprobleme.Die Symptome äußern sich bei jedem anders. Auslöser dafür ist ein „Alkoholisches Post-Intoxikations-Syndrom“ oder einfach gesagt: Ein Kater.

Mittlerweile gibt es einen eigenen Forschungszweig, der sich dem Phänomen des Katers widmet: Die Crupologie. Das Wort kommt aus der medizinischen Fachsprache: „crapula“, heißt auf Latein „Rausch“. Bei dieser Randwissenschaft möchten Forscher herausfinden, worin genau die Ursachen für den Kater liegen. Noch hat die Humanmedizin der Crupologie nicht alles gänzlich geklärt, aber ein erster Schritt ist getan: Bekannt ist, dass Alkohol dem Körper Wasser entzieht, wodurch die Ausschüttung des Hormons Vasopressin gehemmt wird.

Dieses steuert den Wasserhaushalt der Niere und hilft dem Körper so, nicht auszutrocknen. Eine zu geringe Ausschüttung des Hormons sorgt dafür, dass die Niere Wasser ausscheidet. Ein verstärkter Harndrang und der ständige Gang zum Klo sind die Folge. Hinzu kommt ein Mineralstoffmangel, da der Körper Nährstoffe von Natrium, Kalzium und Kalium bis hin zu Magnesium durch den Alkohol nicht mehr richtig aufnehmen kann.

Im Gegenteil: Die wichtigen Stoffe werden dem Körper entzogen. Zudem ist Methanol in jedem alkoholischen Getränk enthalten. Es fließt direkt in die Nervenbahnen und beeinträchtigt sie. Das erklärt, warum Betrunkene oftmals keine Koordination mehr haben und das Reaktionsvermögen eingeschränkt ist. Da der Organismus nicht richtig versorgt wird, sendet er Warnsignale an den Körper und teilt ihm mit, dass er unterversorgt ist, was sich durch die Symptome beim Kater äußert.

Woher kommt der Begriff?
Das Wort „Kater“ geht aus den Zeiten Goethes hervor. Trinkgelage benutzten das Wort „Kotzen-Jammer“, was später in Katzenjammer/Kater umgetauft wurde. Das Wort soll vom griechischen Wort „Ka-tarrh“ abstammen, der medizinischen Bezeichnung für Schleimhautentzündungen. Allerdings hat der Kater in diesem Fall weniger mit einer Entzündung zu tun, sondern vielmehr mit zu viel Alkoholkonsum.

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