„Die Klamotte“ sucht noch ehrenamtliche Helfer

Die Klamotte bietet Fundstücke und Schnäppchen.Fotos: mtg
 
Sie helfen gerne weiter: Die ehrenamtlichen Helfer in der Kleiderstube der Diakonie, in der Mitte mit Birgit Menslage-Blum.
Borken (mtg). Manch ein Student kam schon vorbei und entdeckte das ein oder andere verborgene Schmuckstück für seine erste Wohnungseinrichtung: Ein bisschen wirkt „Die Klamotte“ wie ein verborgener Schatz mit einem großen Fundus. Zunächst unscheinbar, bei einem genaueren Blick liebevoll eingerichtet.

Auf etwa 100 Quadratmetern lässt sich ein vielfältiges Angebot entdecken. Darunter hochwertige Produkte wie Lederware oder kompakte Haushaltsgegenstände wie eine Mikrowelle.

„Elektrosachen prüfen wir, bevor wir sie in unserem Sortiment aufnehmen“, erläutert Birgit Menslage-Blum von der Diakonie. „Kleidung sollte bei der Abgabe immer sauber und gut erhalten sein“, meint sie weiter. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, die keiner Erwähnung bedarf, dennoch lande hier noch oft muffig-riechende, schmuddelige Ware, die aussortiert werde.

In den Regalen hängen Baby- und Kinderkleidung bis hin zu Kleidung für Erwachsene. Auch Spielwaren, Bücher und Kleinmöbel warten auf neue Besitzer.

Wer nachhaltig einkaufen möchte, ist in der Kleiderstube der Diakonie in Borken gut beraten: „Die Klamotte“ bietet Second-Hand-Ware von Kleidung über Geschirr bis hin zu Baby-Betten an: „Viele, die hierher kommen und spenden, wissen gar nicht, dass sie selbst bei uns einkaufen können“, sagt Diakonin Birgit Menslage-Blum.

So brauchen Interessierte anders als bei der Tafel keinen Nachweis darüber, dass sie auf die angebotenen Produkte angewiesen sind. Jeder Besucher kann durch den Laden streifen, stöbern und nach einem Schnäppchen Ausschau halten: Die Preise betragen zwischen 50 Cent und 5 Euro.

An anderer Stelle schaut ein Gast in eine Kramkiste, in der sich ein Schultornister befindet. Gleich daneben stapeln sich mehrere Bücher. In dieser Kiste sind die Produkte zu schlecht für den Verkauf, zu gut zum Wegwerfen: „Diese werden dann verschenkt“, sagt Helferin Mechthild.

Doch auch wer nichts kaufen möchte: Spenden kann „Die Klamotte“ jederzeit gebrauchen: Vor allem Herrenkleidung sei derzeit Mangelware. „Junge Frauen haben meistens viel mehr Kleidung als Männer“. Dadurch sei die Nachfrage oft höher als das Angebot. Doch meist findet sich für jeden etwas. Auch dann, wenn sie gezielt etwas suchen. „Dafür sind die Kunden sehr dankbar.“, sagt Birgit Menslage-Blum.

Wer hier ehrenamtlich tätig wird, hat ein Ziel: Gemeinsam stark für andere zu sein. „Für mich ist es ein großes Geschenk, dass wir so ein tolles Team haben, wo alle mitarbeiten wollen“, betont die Diakonin weiter.

Zurzeit sind 15 Ehrenamtliche für die Klamotte im Einsatz. „Es macht richtig Spaß“, betont Helferin Monika und weiter: „Der Laden ist minimalistisch und doch kann man sich kreativ austoben. Oft frage ich mich, wie kann ich was aufbauen kann“. Helferin Mechthild stimmt ihr zu und erzählt: „Eine ältere Rentnerin kommt oft und gerne her, weil sie eine geringe Rente erhält. Doch hier bekommt sie alles, was sie sucht“.

Auch Helferin Roswitha ist gerne im Einsatz und hat als ehemalige Modeschneiderin einen Blick fürs Detail: „Immer wieder kommen Kunden auf mich zu und fragen mich nach Rat. Ich berate sie dann sehr gerne“.

Wer selbst einmal vorbeischauen möchte und den ein oder anderen Schatz finden oder schenken möchte: Die Klamotte freut sich über jeden neuen Gast.



Info: Die Klamotte“ sucht noch Helfer für donnerstagmorgens. Einzige Voraussetzung: „Wer helfen möchte, sollte Spaß an Mode haben und gerne mit Menschen arbeiten“, sagt Birgit Menslage-Blum.

Das Team ist immer montags bis donnerstags von 9 bis 12 Uhr und donnerstags von 14 bis 16 Uhr im Laden in der Reiffeisenstraße 11, gleich neben der Tafel. Weitere Infos bei Ansprechpartnerin Birgit Menslage-Blum unter der Telefonnummer 02861/8040463.

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