Dronenführerschein ist Pflicht

Für Dronen ab zwei Kilo Startgewicht ist jetzt ein Führerschein nötig.Foto: Colourbox.de
Kreis Borken (pd/azi). Drohnen boomen. Auch Unfälle mit Drohnen haben zugenommen. Der Gesetzgeber verlangt deshalb seit 1. Oktober einen sogenannten Kenntnisnachweis gemäß Luftverkehrsordnung (LuftVO §21) – umgangssprachlich besser als Drohnenführerschein bekannt. Entscheidendes Kriterium für die Führerscheinpflicht ist die maximale Startmasse: Sobald zwei Kilo insgesamt überschritten werden, geht es nicht ohne Nachweis.

Der Lehrplan für den Dronenführerschein reicht von den rechtlichen Grundlagen über Flugphysik bis zu Notfallmanövern im Ernstfall. Die Schulungen und Prüfungen werden – unter anderem von der Dekra – durchgeführt. Ab einem Startgewicht von 2 Kilo ist der Drohnenführerschein Pflicht. Drohnen ab 0,25 Kilogramm müssen laut TÜV Nord zum Beispiel durch Plaketten oder Aluminiumaufkleber aus dem Fach-, Schreibwarenhandel oder dem Internet gekennzeichnet sein. Diese Kennzeichnung muss Name und Anschrift enthalten und dauerhaft sowie feuerfest mit dem Gerät verbunden werden.

Schulungsstandorte für den Dronenführerschein gibt es in vielen größeren Städten. Den Führerschein können alle Personen ab 16 Jahren in einer der derzeit rund 20 vom Luftfahrt-Bundesamt anerkannten Stellen absolvieren. Zu finden sind alle anerkannten Stellen auf der Seite des Luftfahrt-Bundesamtes unter www.lba.de unter dem Menüpunkt „Luftfahrtpersonal“ und „Unbemannte Flugobjekte“.

Neben Führerschein und Kennzeichnung brauchen Dronenbesitzer im Regelfall auch eine Haftpflichversicherung.
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