Endlich schmerzfrei durchschlafen

Wer gut schläft ist tagsüber fit. Foto: Rainer Sturm/pixelio.de
Borken (pd/hie). Laut einer Studie der Techniker Krankenkasse aus dem Jahr 2017 leidet ein Drittel der deutschen Bevölkerung unter Schlafstörungen. 54 Prozent dieser Befragten klagen darüber, nach einer unruhigen Nacht unter Rückenschmerzen und Verspannungen zu leiden. Dr. Munther Sabarini, Neurochirurg und Gründer der Avicenna Klinik in Berlin, gibt Tipps für einen besseren Schlaf.


Poleposition sichern


Es gibt drei unterschiedliche Schlafpositionen: die Fötus-Stellung, bäuchlings oder auf dem Rücken. In jeder Lage können bereits kleine Veränderungen Großes bewirken und Rückenschmerzen vermeiden. Die Mehrzahl der Deutschen schläft auf der Seite. Ihnen rät Dr. Sabarini: „Eine leichte Beugung der Beine verhindert übermäßigen Druck auf die Wirbelsäule und ein zusätzliches Kissen zwischen den Knien vermeidet das Einsinken der Hüfte. Außerdem sollten Seitenschläfer vor allem in dieser Lage auf ein geeignetes Kissen achten, das den Nacken entlastet, um so Verspannungen zu vermeiden.“ Wer dagegen meist auf dem Bauch schläft, sollte auf ein Kissen gänzlich verzichten, Rückenschläfern empfiehlt Dr. Sabarini, ein zweites Kissen unter die Knie zu legen, um nicht zu flach zu liegen.


Schlafdauer und Wohlfühltemperatur Einer Statista-Umfrage zufolge benötigen Erwachsene zwischen sieben und neun Stunden Schlaf pro Tag. Doch nicht nur die Stundenanzahl beeinflusst die Schlafqualität, sondern auch die Raumtemperatur. Die ideale Temperatur liegt dabei zwischen 14 und 18 Grad Celsius.


Matratze und Lattenrost


Die Wahl der Matratze und des Lattenrostes muss wohlüberlegt sein. „Ob jemand eine harte oder weiche Matratze benötigt, richtet sich nach dem Körpergewicht. Eine leichte Person benötigt eine eher weiche Matratze, wohingegen jemand Schweres zu einer harten Matratze greifen sollte,“ erklärt Dr. Sabarini. Um genügend Bewegungsspielraum zu garantieren, empfiehlt es sich, eine 20 cm längere Matratze auszuwählen, als die eigene Körpergröße misst. Beim Kauf eines Lattenrostes ist darauf zu achten, dass dieser nicht zu stark nachgibt und so das Becken in Schieflage gerät. Wer ein Doppelbett besitzt, sollte zwei einzelne Matratzen kaufen.


Einfach einschlafen


„Eine kleine, gesunde Mahlzeit am Abend genügt meist, um satt zu werden, und behindert dabei nicht den Einschlafprozess. Dagegen wirkt viel und sehr fettiges Essen schlafhemmend, da der Stoffwechsel erneut startet, um die Nahrung zu verdauen“, gibt Dr. Sabarini zu bedenken. Auch grelle Lichter und Elektrogeräte halten den Körper häufig unbewusst davon ab, in die Tiefschlafphase überzugehen. Daher empfiehlt der Facharzt, Handys und helle Displays kurz vor dem Schlafengehen auszuschalten
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