Entzündungen & allergische Reaktionen

Gefahr einer bakteriellen Infektion: Hat eine Mücke zugestochen, sollten Betroffene auf keinen Fall kratzen.
Borken (pd/hie). Sommerzeit ist Mückenzeit. Und die Plagegeister werden offenbar immer aufdringlicher. Laut einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag der KKH Kaufmännische Krankenkasse sagt gut jeder Vierte, der schon einmal von Mücken gestochen wurde, dass ihn die Zweiflügler in den vergangenen zwei Jahren häufiger erwischt haben als in den Jahren zuvor. Wenn Mücken Blut zapfen, ist das aber nicht nur lästig, sondern unter Umständen auch gefährlich: So berichtet ebenfalls gut jeder vierte Geplagte von stärkeren Entzündungen oder anderen allergischen Reaktionen nach Stichen. Vier von zehn Betroffenen mussten Entzündungen aufgrund von Insektenstichen sogar ärztlich behandeln lassen. Eine der möglichen Ursachen: Mit jedem Stich können Erreger übertragen werden, die häufig Ursache für starke Schwellungen und schwere Entzündungen sind. Diese können sich noch verstärken, wenn die Stiche aufgekratzt werden. Keime gelangen unter anderem durch Umweltgifte, die die Mücken aufnehmen, oder durch Bakterien von tierischem Kot in den Körper. Wer folgende Ratschläge beachtet, kann sich die Plagegeister ganz gut vom Leib halten: Mückenschutzmittel auf die Haut auftragen. Auf stark riechende Parfums und Kosmetika verzichten. Helle, lange Kleidung aus dicht gewebtem Stoff tragen. Fliegengitter und Moskitonetze nutzen. Mückenstecker anbringen. Vor einer Auslandsreise beim Arzt erkundigen, welche Impfungen es gegen von Mücken übertragene Krankheiten gibt und wann diese notwendig sind. Schwangere sollten vor allem Länder wie Brasilien meiden, in denen das Zika-Virus grassiert. Eine Infektion kann Fehlbildungen bei Ungeborenen zur Folge haben. Einen Impfstoff zum Schutz gibt es nicht.
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