Fünf Tipps gegen den Kater am nächsten Tag

Feier zu Silvester: Anstoß um Mitternacht. Gegen den Kater hilft es, abends zu tanzen und morgens Bewegung und frische Luft zu tanken. (Foto: colourbox.de)
 
Das böse Erwachen am nächsten Morgen: Ein Kater macht an Neujahr vielen zu schaffen (Foto: colourbox.de)

Borken (mtg). Der Schädel brummt, der Magen grummelt und die Nacht war kurz. Viele Menschen haben nach einer durchzechten Nacht an Neujahr einen Kater. Wir haben bei Ernährungsberaterin und Ökotrophologin Elisabeth Schmelting-Finke aus Borken nachgefragt, was hilft.

Tipp 1: Nicht auf nüchternen Magen trinken – diese Regel ist bekannt. Aber was essen? Sie empfiehlt fetthaltigere Speisen, da diese länger im Magen bleiben und Alkohol langsamer ins Blut gelangt: Spiegelei mit Bratkartoffeln, strammer Max, Eintopf, eine deftige Gulaschsuppe oder Pastagerichte.

Tipp 2: Während der Feier eignen sich salzige Snack wie Salzstangen, Chips und Nüsse. Ein Glas Wasser hilft, den Flüssigkeitsverlust zu regulieren und den Wasserhaushalt im Gleichgewicht zu halten. Das beugt dem Kopfweh vor.

Tipp 3: Wein, dunkler Rum, Cognac und Whiskey enthalten Fuselalkohole. Das sind Begleitalkohole wie Methanol und Isobutanol. Oft werden sie mit verantwortlich gemacht für den Kater. Wenig Fuselalkohol ist in Wodka enthalten. Gefahr des Durcheinandertrinkens: Je größer der Mix alkoholischer Getränke desto größer die Gefahr Fuselalkohole aufzunehmen. Daher besser bei einem oder zwei alkoholischen Getränken bleiben.

Tipp 4: Bei zuckerhaltigen, warmen alkoholischen Getränke wie Bowle oder Glühwein lauert Gefahr: Wird Acetaldehyd nicht richtig abgebaut entsteht ein Kater. Denn aus dem Ethanol wird Acetaldehyd, was selber ein Abbauprodukt des Alkohols ist. Kohlensäurehaltiger Alkohol wie Sekt geht schneller ins Blut. Durch den „frischen Geschmack“ besteht die Gefahr, schneller zu trinken. Und desto schneller ist auch die Wirkung. 

Tipp 5: Kurz vor dem Schlafengehen nochmal Wasser trinken, auch gerne noch was essen. Ein belegtes Brot zum Beispiel. Von Schmerztabletten rät die Ernährungsexpertin ab, da sonst Wechselwirkungen mit dem Alkohol eintreten können. Falls nötig: Die Schmerztablette erst am nächsten Morgen nehmen. Nur das wiederum kann ein empfindlicher Magen dem Körper „übel nehmen“. Das beste Rezept: Keinen Alkohol trinken.
Der nächste Morgen meldet sich mit einem Kater? Da hilft nur noch ausschlafen und viel stilles Wasser trinken. Vitamin B6, in Avocados und Bananen enthalten, mildert den Kater ab.

Das Gleichgewicht der Mineralstoffe ist durcheinander geraten: Kalium, Natrium, Magnesium und Calcium wirbeln im Körper umher. Ein Katerfrühstück kann das ausgleichen: Leicht bekömmliche Speisen, fein gemahlenes Vollkornbrot oder Flocken, frisches Obst, etwas Deftiges wie Rollmops und saure Gurke helfen. Vor allem viel trinken. Tee, Wasser, Apfelschorle oder einen O-Saft.

Kaffeefreunde sollten bei Übelkeit keinen Kaffee trinken. Besser Tomatensaft oder eine Gemüsebrühe. Bei Übelkeit hilft Ingwertee mit Zitrone, zur Beruhigung des Magens ein Kamillentee.

Zur Person:
Elisabeth Schmelting-Finke weiß, was gegen den Kater hilft. Ihr Diplom hat die als Ökotrophologin 1988 an der FH-Münster abgeschlossen und sich 2001 selbstständig gemacht. Sie ist Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), dem Berufsverband Oecotrophologie und dem Deutschen Allergie-und Asthmabund (DAAB). Weitere Infos zur Person gibt‘s unter: https://ernaehrungsberatung-borken.de

Das könnte Sie auch interessieren: Die Dosis macht das Gift: Was genau passiert da eigentlich beim Kater?
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.