Gesundheitsvorsorge bei Fernreisen

Eine Übertragung von Hepatitis-A Viren erfolgt auf Reisen meist durch kontaminierte und ungekochte Nahrungsmittel.Foto: djd/gsk.de/Getty Images/Mint Images RF
Borken (djd/hie). Wer gerne an tropischen Stränden in Asien liegt, durch den südamerikanischen Regenwald streift oder die Sonne Afrikas genießt, denkt im Vorfeld meist nicht an die Krankheiten, die im jeweiligen Urlaubsland vorkommen können. Deshalb ist es bei der Urlaubsvorbereitung von Fernreisen wichtig, sich zu informieren und seinen Impfstatus zu überprüfen. Denn Krankheiten wie Hepatitis A und B oder Tollwut kann man mit Impfungen vorbeugen.


Hepatitis A – auf Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene achten In Ländern mit ungenügenden sanitären Bedingungen und mangelhaften Trinkwasserkontrollen sind Hepatitis A-Viren (HAV) weit verbreitet. Eine Infektion mit den Viren kann eine akute Leberentzündung verursachen. Entsprechen die Hygienestandards nicht den höchsten Richtlinien, sollten Reisende Muscheln, Austern, Obst und gedüngtes Gemüse nicht essen, Eiswürfel in kalten Getränken vermeiden und auf Leitungswasser verzichten, auch beim Zähneputzen. Bei Reisen in Gebiete mit erhöhtem Hepatitis-A Vorkommen wie in Mittelmeerländern, Asien, Afrika und Südamerika ist eine Schutzimpfung sinnvoll.


Hepatitis B – Vorsicht bei Körperkontakt Eine der häufigsten Infektionskrankheiten ist Hepatitis B (HBV), die vor allem über Blut und Sperma übertragen wird. Wer sich im Urlaub tätowieren oder piercen lassen möchte, sollte auf ausreichende hygienische Bedingungen achten. Dies gilt ebenso für kleinere operative Eingriffe und Zahnbehandlungen in Risikogebieten. Schon durch geringste Verletzungen der Haut kann das Virus in den Körper gelangen. In Deutschland wird die Impfung für Säuglinge, Kinder, Jugendliche empfohlen.


Tiere sind häufig Überträger von Infektionskrankheiten


Eine Impfung kann auch einer Ansteckung mit der weit verbreiteten Tollwut vorbeugen. Die Viruserkrankung wird von Tieren, etwa streunenden Hunden, auf den Menschen übertragen und endet bei nicht geimpften Personen fast immer tödlich. Die meisten Erkrankungsfälle werden aus Afrika und Asien gemeldet. In tropischen Regionen übertragen häufig Stechmücken Krankheiten. Die Japanische Enzephalitis etwa ist in Asien verbreitet und löst beim Stich einer infizierten Mücke Fieber und in schweren Fällen Hirnhautentzündungen aus. Für Reisende in Risikogebiete ist eine Impfung ratsam.

Welche Impfungen sinnvoll sind, erfährt man beim Gespräch mit dem Arzt. Auf www.fit-for-travel.de kann nach einem Reisemediziner in Wohnortnähe gesucht werden. Die kostenlose Fit-for-Travel-App liefert wichtige Infos für die Reise.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.