Männer sind „Vorsorgemuffel“

Vor allem die Männer im Kreis Borken sind „Vorsorgemuffel“. Foto: AOK/hfr.
Kreis Borken (pd/hie). Wer sich fit fühlt, denkt meist nicht über seine Gesundheit nach. Das betrifft besonders Männer: Eine aktuelle Auswertung der AOK NORDWEST bestätigt, dass Männer im Kreis Borken beharrliche Vorsorgemuffel sind. Danach war im vergangenen Jahr nur jeder fünfte Mann über 45 Jahren (22,4 Prozent) bei der Krebsfrüherkennung. Auch wenn eine minimale Steigerung zum Vorjahr (22,0 Prozent) zu verzeichnen ist, bleibt das Niveau niedrig. Bei den Frauen lag der Anteil höher. Hier nutzten immerhin 42,8 Prozent die Früherkennungsuntersuchung ab dem Alter von 20 Jahren. In 2017 waren es 43,2 Prozent.

Nach den derzeit aktuellsten Zahlen des Krebsregisters NRW wurden in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2015 insgesamt 108.435 Krebs-Neuerkrankungen und 50.677 Todesfälle erfasst. Daher ist es umso wichtiger, auf Warnzeichen des Körpers zu achten und Risiken nicht zu ignorieren. „Besonders Männer gehen bei Schmerzen oder anderen Krankheitssymptomen häufig erst spät zum Arzt“, so Pisula. Außerdem meiden viele die Früherkennungsuntersuchungen, weil sie ihnen unangenehm erscheinen oder sie sich noch keine Gedanken darüber gemacht haben. Finanzielle Gründe für das geringe Interesse an der Krebsvorsorge scheiden jedenfalls aus. „Die gesetzlichen Früherkennungsuntersuchungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen vollständig bezahlt“, sagt Pisula.
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