Milchzähne pflegen

Ab sofort sind Früherkennungs-Untersuchungen schon ab dem 6. Lebensmonat möglich. Foto: Bojan-stock.adobe.com
Kreis Borken (pd/dd). Seit Beginn diesen Monats gibt es neue Früherkennungsuntersuchungen und Kariesprophylaxe für Kleinkinder, die von den Krankenkassen getragen werden. Kinder zwischen dem sechsten und dem vollendeten 33. Lebensmonat haben Anspruch auf drei zahnärztliche Früherkennungsuntersuchungen. Zum Leistungsumfang gehört neben der Vorsorge und Beratung zur richtigen Mundhygiene auch die Zahnschmelzhärtung mit Fluoridlack.

Im Gegensatz zu anderen Altersgruppen ist die Karies bei den Kleinsten nicht zurückgegangen. Knapp 15 Prozent der Dreijährigen weisen bereits Karies auf, die als häufigste chronische Erkrankung im Vorschulalter gilt. Bisher waren zahnärztliche Untersuchungen erst ab dem dritten Lebensjahr vorgesehen. Zu spät, fand auch der Gemeinsame Bundesausschuss und beschloss die neuen Früherkennungsuntersuchungen und Prophylaxeleistungen für Kleinkinder ab dem sechsten Lebensmonat, also mit Durchbruch des ersten Milchzahnes.

Professor Dr. Stefan Zimmer, Sprecher der Informationsstelle für Kariesprophylaxe, begrüßt das Inkrafttreten der neuen Leistungen: „Milchzähne sind besonders anfällig für Karies, da ihr Zahnschmelz nur halb so dick ist wie der von bleibenden Zähnen. Mangelnde Mundhygiene, fehlende oder unzureichende Fluoridierung und falsche Ernährung, zum Beispiel das Nuckeln an zuckerhaltigen Getränken können dann sehr schnell zu Karies führen.“
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