Mit Ballaststoffen zu mehr Wohlbefinden

Schon zum Frühstück sind ballaststoffreiche Lebensmittel empfehlenswert.
 
Vollkornbrot besteht aus bis zu 90 Prozent aus Roggen- oder Weizenvollkornmehl.
Kreis Borken (pd/dd). Menschen, die sich ballaststoffreich, ernähren, fühlen sich körperlich am wohlsten. Auch mit ihrem Gewicht, ihrer Figur und ihrer Fitness sind sie deutlich zufriedener als alle andere. So lautet das Ergebnis einer Umfrage, die das Marktforschungsinstitut GfK (Gesellschaft für Konsumforschung) im Auftrag des Nestlé Ernährungsstudios durchgeführt hat. Befragt wurden über 1000 Männern und Frauen ab 18 Jahren.

Das Ergebnis ist für die Ernährungswissenschaftlerin Dr. Annette Neubert nicht überraschend: mehr als die Hälfte (54,1 Prozent) der Menschen in Deutschland eine besondere Ernährung verfolgen oder in den vergangenen sechs Monaten verfolgt haben. Auffällig ist, dass sich wesentlich mehr Frauen (62 Prozent) als Männer (46 Prozent) an bestimmte Ernährungsregeln halten. Zu den beliebtesten Formen zählen beispielsweise eine fettarme (26,1 Prozent), ballaststoffreiche (15,8 Prozent) oder eiweißreiche (15,6 Prozent) Ernährung. „Ballaststoffe tun viel für unsere Gesundheit. Wenn wir ausreichend davon essen, hat das positive Auswirkungen – zum Beispiel auf unsere Verdauung, aber auch auf unser Herz-Kreislauf-System.“ Das Gute ist: Jeder kann seine Ballaststoffaufnahme recht einfach steigern, zum Beispiel mit ausreichend Vollkorn, und so etwas für sein körperliches Wohlbefinden tun.

Dr. Annette Neubert: „Eine ballaststoffreiche Ernährung unterstützt eine beschleunigte Darmpassage und fördert so eine geregelte Verdauung. Bestimmte Ballaststoffe tragen zudem zu einem reduzierten Blutzuckeranstieg nach einer Mahlzeit und zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels im Blut bei. Außerdem liefern sie Vitamine und Mineralstoffe.

Warum sich Menschen wohler fühlen, wenn sie sich ballaststoffreich ernähren, erklärt die Ernährungswissenschaftlerin: „Ballaststoffe sind vorwiegend Kohlenhydratverbindungen, die vor allem in den Randschichten des Getreidekorns stecken und somit in sämtlichen Vollkornprodukten. Auch Gemüse und Obst sowie Hülsenfrüchte sind gute Lieferanten“. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, täglich mindestens 30 Gramm Ballaststoffe aufzunehmen.

Dafür gibt die Ernährungswissenschaftlerin des Nestlé Ernährungsstudios drei hilfreiche Tipps:

1. Weißmehlprodukte lassen sich im Alltag oft durch die Vollkornvarianten ersetzen oder kombinieren. 100 Gramm Vollkornbrötchen enthalten zum Beispiel 6,7 Gramm Ballaststoffe, 100 Gramm Weißmehl-Brötchen hingegen 3,6 Gramm. Wichtig ist vor allem, bei Lebensmitteln auf die genaue Bezeichnung „Vollkorn“ zu achten. Bezeichnungen wie „Mehrkorn“ bedeuten nicht, dass Vollkornmehl oder -schrot verwendet wurde, sondern nur, dass verschiedene Getreidesorten enthalten sind. Beim Bäcker lohnt es sich, speziell nach Vollkorn-Varianten zu fragen. Vollkornbrot oder -brötchen bestehen zu mindestens 90 Prozent aus Roggen- oder Weizenvollkornmehl oder einer Mischung beider Getreidesorten.

2. Ebenfalls eine gute Ballaststoffquelle für den Körper sind Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte und Kartoffeln. Besonders eignen sich Beerenfrüchte, vor allem Heidelbeeren und Himbeeren, sowie Avocado, Rote Beete und Kohlgemüse.

Auch derzeit beliebte Nahrungsmittel wie Kichererbsen oder Chia-Samen liefern Ballaststoffe – genauso wie Erdnüsse und Mandeln. Bei Nüssen ist es jedoch wichtig, auf den Kaloriengehalt zu achten. Mehr Ballaststoffe auf dem Teller gibt es auch, wenn bei geeigneten Lebensmitteln die Schale mitgegessen wird – zum Beispiel bei Äpfeln, Möhren und Kartoffeln.

3. Wer es nicht gewohnt ist, ballaststoffreich zu essen, der sollte sich mit der Umstellung am besten Zeit lassen. Der Darm muss sich erst an die ungewohnten Nahrungsbestandteile gewöhnen. Wenn schrittweise mehr Ballaststoffe aufgenommen werden, rebelliert der Darm nicht, sondern bedankt sich mit einer funktionierenden Verdauung.
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