Mit dem richtigen Schutz den Sommer genießen

Zu viel Sonne schadet der Haut: In der sonnenintensiven Zeit zwischen 11 und 15 Uhr sollte man sich lieber nicht der prallen Sonne aussetzen.
 
Zarte Kinderhaut ist besonders empfindlich.
Borken (pd/hie). Die Haut ist das größte Organ unseres Körpers – sie wiegt bis zu 20 Prozent unseres Körpergewichts und hat eine der wichtigsten Aufgaben: den Körper vor Gefahren von außen zu schützen. Dazu gehören nicht nur Keime, sondern auch UV-Strahlen, was gerade jetzt im Sommer nicht vergessen werden darf. Nun bedarf die Haut besonderer Pflege – vor, während und nach dem Aufenthalt im Freien. Und als ob UVA- und UVB-Strahlen nicht schon genug der Strapazen wären, kommen im Sommer meist des Nachts fiese Plagegeister hinzu, die ihren Speichel in unsere Haut abgeben und sie zusätzlich irritieren.

Jeder weiß es, doch nur die wenigsten halten sich daran: Jeder Aufenthalt im Freien ist für unsere Haut eine Belastung. Während gesunde Haut im Sommer meist weniger Pflegeprodukte braucht und auch einige Hautkrankheiten unter Sonnenbestrahlung Linderung zeigen, sollte die Haut dennoch bei jedem längeren Aufenthalt mit Sonnenpflege – angepasst an den jeweiligen Phänotyp – geschützt werden. Für einen Sonnenbrand reicht oft schon ein Cafébesuch in der Mittagspause aus! Idealerweise schützen Sie sich daher auch an Bürotagen mit einer Tagescreme mit Lichtschutzfaktor und haben immer eine kleine Tube Sonnenschutzmittel in der Handtasche, falls es in der Pause ins Freie geht.

Wer sich länger als seine Eigenschutzzeit in der Sonne aufhält, muss darauf achten, dass er das passende Produkt mit Breitbandschutz – sowohl vor UVA- als auch vor UVB-Strahlung – anwendet. Wer zudem sportlich aktiv ist oder sich am Strand aufhält, sollte auf eine gute Schweißresistenz und Wasserfestigkeit Wert legen. Am Meer oder in den Bergen ist die Sonneneinstrahlung intensiver – hier den Lichtschutzfaktor entsprechend anpassen.


Kinder sollten bis zum dritten Geburtstag möglichst nicht der prallen Sonne ausgesetzt werden, und auch Erwachsene halten sich besser im Schatten auf, vor allem in der sonnenintensiven Zeit zwischen 11 und 15 Uhr. Sonnenschutz kann ab dem 7. Lebensmonat verwendet werden – bei Kindern empfiehlt es sich, auf chemische Filter und Nanopartikel zu verzichten und rein mineralische Filter zu verwenden, da sie besser hautverträglich sind.


After Sun – Pflicht oder Kür?


Sonne, Meerwasser oder Chlor können die Haut austrocknen. Gerade bei empfindlicher oder feuchtigkeitsarmer Haut ist daher eine besondere Pflege nach dem Sonnenbad unvermeidbar: Zuerst Sand, Salz oder Chlor gut abduschen und die sonnenstrapazierte Haut anschließend mit einer milden, feuchtigkeitsspendenden After-Sun-Lotion gut eincremen. So wird sie optimal mit Feuchtigkeit versorgt, die Hautbarriere kann sich wieder aufbauen und die Haut ist fit für den nächsten Sonnentag.


Sonnenschutz von innen


Nahrungsmittel mit hohem Karotingehalt, wie zum Beispiel Möhren, können den hauteigenen Sonnenschutzgrad erhöhen. Wer länger als drei Wochen mindestens dreißig Milligramm Carotinoide pro Tag zu sich nimmt, lagert diese ein und kann dadurch zwei- bis drei Mal so lange in der Sonne bleiben wie gewöhnlich, ohne dass es zu einem Sonnenbrand kommt. Da es sich dabei aber nur um einen Lichtschutzfaktor von 2 bis 3 handelt, ist dies natürlich kein Ersatz für Sonnencreme, die den ganzen Tag vor UV-Strahlung schützen kann. Doch um die Haut auf den Sommer vorzubereiten, kann die Einnahme von Carotinoiden, auch in Form von Nahrungsergänzungsmitteln, eine gute Methode sein.


Was tut, wenn’s brennt?


Bei einem leichten Sonnenbrand helfen kalte Umschläge sowie kühlende Lotionen. Auch leichte Schmerzmittel können Linderung bringen, wenn der Sonnenbrand schmerzen sollte. Handelt es sich um einen schwereren Sonnenbrand – also wenn sich Blasen bilden – sollte eine Apotheke oder ein Arzt aufgesucht werden. Denn dann ist eventuelle eine kortisonhaltige, entzündungshemmende Salbe notwendig.

Immer wichtig: Viel trinken, denn auch der Kreislauf wird durch einen Sonnenbrand belastet.


…und wenn es juckt?


Auch bei Insektenstichen gilt: Vorbeugung ist besser als heilen, sei es durch spezielle Lotionen oder natürliche Mittel wie ätherische Öle oder Zitronellakerzen auf der Terrasse. Wer trotzdem gestochen wird, greift am besten zu juckreizlindernden Mitteln oder praktischen Sticks. Wenn der Stich anschwillt, können hydrocortisonhaltige Präparate, die es inzwischen rezeptfrei in der Apotheke gibt, verwendet werden. Bei einer allergischen Reaktion mit starker, schmerzhafter Schwellung sollte der Rat eines Arztes eingeholt werden – bei Atemnot am besten gleich in die Notaufnahme fahren, denn eine Allergie auf Insektengift kann lebensgefährlich sein. Text: medicalpress
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