Reisen in ferne Länder: „Koch es, schäl es oder vergiss es“

Achtung Krankheitserreger: Auch Eiswürfel sind riskant.
Borken (pd/hie). Andere Länder – andere Sitten, aber auch andere Krankheiten. Bei Reisen in ferne Länder steigern hohe Temperaturen, mangelnde Kühlung der Lebensmittel und niedrigere Hygienestandards das Risiko für Magen- und Darmerkrankungen. Einfache Tipps sorgen für einen unbeschwerten Urlaub.

„In wärmeren Gegenden können Krankheitserreger an Lebensmitteln haften, mit denen unser Magen-Darm-Trakt nicht zurechtkommt. Zudem vermehren sich Krankheitserreger in einem warmen Klima mit hoher Luftfeuchtigkeit schneller“, erklärt Dr. Annette Neubert, Ernährungswissenschaftlerin im Nestlé Ernährungsstudio. Mit dem Tipp „Koch es, schäl es oder vergiss es“ seien Urlauber auf der sicheren Seite: „Ohne Bedenken zugreifen darf man bei frisch geschältem Gemüse und Obst und bei allem, was gekocht, gegrillt oder gebraten ist.“ Durch die hohen Koch-Temperaturen sterben die Krankheitserreger bei der Zubereitung ab. Auch Leitungswasser und daraus hergestellte Eiswürfel sind riskant. Mineralwasser aus original verschlossenen Flaschen ist die bessere Alternative zum Trinken und zum Zähneputzen. Darüber hinaus ist ein verpacktes Speiseeis aus dem Supermarkt sicherer als ein Softeis am Strand.

Neben Krankheitserregern gilt die veränderte Ernährung im Urlaub als möglicher Auslöser für einen Durchfall.

Bekommen Urlauber trotz aller Vorsicht eine Magen- und Darmerkrankung, ist das ein Alarmsignal des Körpers. Starker und andauernder Durchfall führt zu Flüssigkeits- und Salzverlusten, die besonders für Säuglinge, Kleinkinder und Diabetiker gefährlich sind. Für die Erstversorgung gehört in die Reiseapotheke eine Elektrolytlösung und medizinische Aktivkohle. Wie diese anzuwenden sind, sollten sich Reisende bereits vor dem Urlaub vom Arzt oder Apotheker erklären lassen. Die Elektrolytlösung hilft, den Körper mit Flüssigkeit und Mineralstoffen zu versorgen. „Sollte diese nicht verfügbar sein, kann notfalls eine Zucker-Salz-Lösung selbst hergestellt werden. Hierfür werden 8 nicht gehäufte Teelöffel Zucker und ein 3/4 Teelöffel Salz in 1/2 Liter Orangensaft und 1/2 Liter Mineralwasser aufgelöst“, erklärt Dr. Annette Neubert. Innerhalb von 24 Stunden soll pro Kilogramm Körpergewicht 40 ml der Lösung getrunken werden. Geht es den Betroffenen innerhalb von drei bis vier Tagen nicht besser oder treten zusätzlich Fieber, Erbrechen, starke Krämpfe oder Blut im Stuhl auf, sollte direkt ein Arzt aufgesucht werden, um die Ursachen abzuklären. Leiden Kleinkinder unter Durchfall, muss spätestens nach 24 Stunden ein Arzt kontaktiert werden.




Das gilt es, zu beachten:


- Kein Leitungswasser trinken

- Ausschließlich original verpackte Getränke trinken

- Eiswürfel meiden, da sie meist aus Leitungswasser hergestellt werden

- Fleisch, Fisch und Eier nur durchgegart essen

- Auf Nachspeisen aus rohen Eiern wie Tiramisu oder Zabaione verzichten

- Verpacktes Eis aus dem Supermarkt bevorzugen

- Obst und Gemüse schälen und es vorher gründlich waschen – am besten mit originalverpacktem Wasser aus der Flasche

- Hände immer gut waschen

- Zum Zähneputzen originalverpacktes Wasser aus der Flasche verwenden

Weitere Infos und Serviceangebote unter https://ernaehrungsstudio.nestle.de

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