Scheine bevorzugt

Bargeld ist in Deutschland „in“. Foto: colourbox.de
Kreis Borken (pd/dd). Die Deutschen lieben Bargeld. Eine aktuelle Umfrage im Auftrag der Postbank ergab, dass sie Beträge bis zu 226 Euro bevorzugt mit Münzen und Scheinen bezahlen. Etwa 13 Prozent der Befragten zahlt ausschließlich in bar – von den über 60-Jährigen sogar jeder Fünfte (19 Prozent). Viele Deutsche vertrauen Bargeld, weil es greifbar, ohne Technik jederzeit verfügbar und vertraut ist. Doch wenn Bargeld verloren geht oder gestohlen wird, gibt es in der Regel keinen Ersatz. Eine Debit- oder Kreditkarte kann im Falle des Verlusts hingegen umgehend gesperrt werden. Außerdem ist die Haftung des Kunden auf einen geringen Betrag begrenzt. Zwar kann man nichts mehr ausgeben, wenn das Portemonnaie leer ist. Jedoch sei auch die Kostenkontrolle nur ein vermeintlicher Vorteil von Bargeld, so urteilen Fachleute. Anders als beim Zahlen mit Banking-App, Bank- oder Kreditkarte wird bei Bargeldzahlungen nicht automatisch dokumentiert, wohin das Geld geflossen ist. Es gibt Anlässe, bei denen man sein Bargeld lieber stecken lassen und eine Rechnung verlangen sollte: Handwerkerleistungen etwa kann man nur dann von der Steuer absetzen, wenn man eine Rechnung erhält und den Betrag überweist. So lassen sich 20 Prozent der Arbeitskosten geltend machen und bis zu 1.200 Euro Steuern sparen. Barzahlungen erkennt das Finanzamt nicht an.
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