Senioren sind gefährdet

Betrüger nutzen oft die Gutmütigkeit älterer Menschen aus und bringen sie dann um ihre Ersparnisse. Foto: colourbox.de
Kreis Borken (pd/dd). Betrüger haben in den letzten Jahren unterschiedliche perfide Varianten entwickelt, um an die Ersparnisse von Seniorinnen und Senioren zu gelangen. Dabei nutzen sie gezielt die Gutmütigkeit und Hilfsbereitschaft der Generation 60-Plus aus. Enkeltrick, falsche Polizeibeamte oder Handwerkertrick sind nur einige Beispiele an kriminellen Machenschaften, die auch im Kreis Borken immer wieder vorkommen.

Eine der momentan häufigsten Betrugsvarianten ist das Auftreten von „falschen Polizeibeamten“, so teilt die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes in einer Pressemiteilung mit. Die Täter geben sich am Telefon als Polizeibeamte aus und gaukeln vor, dass Einbrecher es auf das Ersparte der Opfer abgesehen hätten. Schließlich wird ein Übergabetermin ausgemacht, damit die vermeintlichen Polizisten die Wertsachen an einen sicheren Ort bringen können. Am Telefon versuchen sie ihre Opfer dann unter verschiedenen Vorwänden dazu zu bringen, Geld- und Wertgegenstände im Haus oder auf der Bank an einen Unbekannten zu übergeben, der sich ebenfalls als Polizist ausgibt. Dabei nutzen die Täter eine spezielle Technik, die bei einem Anruf auf der Telefonanzeige der Angerufenen die Polizei-Notrufnummer 110 oder andere örtliche Telefonnummer erscheinen lässt. An der Haustür schrecken sie auch nicht davor zurück, gefälschte Polizeidienstausweise vorzuzeigen, um sich Zutritt zu Wohnungen zu verschaffen.

Die Polizeiliche Kriminalprävention weist darauf hin, dass Banken, Polizei oder andere Behörden nie „Geldwechsler“ oder „Falschgeld-Prüfer“ ins Haus schicken. Sollten Sie mit solch einer Situation konfrontiert werden, verständigen Sie umgehend die Polizei.
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