Welt-Diabetes-Tag am 14. November

Der Welt-Diabetes-Tag steht unter dem Motto „Familie und Diabetes“. Foto: colourbox.de
Borken (pd/hie). Schon seit 1991 besteht der Weltdiabetestag der Internationalen Diabetes-Föderation (IDF) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Er fällt jedes Jahr auf den 14. November – den Geburtstag von Frederick Banting, der 1921 gemeinsam mit Charles Herbert Best das Insulin entdeckte. An diesem Tag wird in 160 Ländern mit zahlreichen Veranstaltungen auf Diabetes aufmerksam gemacht – in diesem Jahr sowie auch 2019 unter dem Motto „Familie und Diabetes“: Über 425 Millionen Menschen weltweit leiden derzeit unter Diabetes, in jeder Familie gibt es einen Betroffenen, so die IDF.

In den meisten Fällen handelt es sich dabei um Typ 2 Diabetes, der in vielen Fällen zu verhindern gewesen wäre, zum Beispiel durch regelmäßigen Sport sowie eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Daher haben Prävention und Aufklärung oberste Priorität für die Weltgesundheitsorganisation.

Viele (Neu-)Diabetiker sind sich gar nicht bewusst über die Folgeschäden, die ihre Stoffwechselkrankheit mit sich bringen kann. Vor allem die Neuropathie – eine Nervenschädigung aufgrund dauerhaft erhöhter Blutzuckerwerte, ist noch immer vielen unbekannt. Dabei leidet jeder dritte Diabetiker an Neuropathien, häufig sind dabei die peripheren Nerven betroffen, das Schmerzempfinden ist vermindert und Verletzungen oder Entzündungen bleiben dadurch erstmal unbemerkt.

Neben den Füßen können auch häufig die kleinsten Gefäße in den Augen und Nieren betroffen sein – so genannten Retinopathien oder Nephropathien, deren Degeneration sich ebenfalls unbemerkt entwickelt. Bis heute ist der Diabetes in Deutschland die häufigste Ursache für Erblindungen.

Um sich vor möglichen Folgekrankheiten des Diabetes zu schützen, sollten Diabetiker regelmäßig, also viertel- bis halbjährlich zu Spezialisten, also Nephrologen, Augenärzten und Podologen gehen, um mögliche Schädigungen an den Nieren, Augen und an den Füßen rechtzeitig festzustellen.

Auch ein jährlicher Check beim Neurologen und Kardiologen sollte bei jedem Diabetiker auf dem Plan stehen, denn am Herzen kann es durch die Nervenschädigungen zu einem so genannten „stummen Infarkt“ kommen: Weil die angegriffenen Nerven keine Schmerzsignale mehr senden, ist dem Patienten der Infarkt gar nicht bewusst. Eine bewusste Ernährung und regelmäßige Bewegung kann schon sehr viel dazu beitragen, den Diabetes gut einzustellen und Folgekrankheiten zu verhindern. Auch ein Mangel an Vitamin B1, auch Thiamin genannt, erhöht das Risiko für Neuropathien oder Herz- Gefäßerkrankungen. Bei ca. 70 Prozent der Diabetiker wird Vitamin B1 vermehrt ausgeschieden. Daher wird ihnen oft geraten, zusätzlich Thiamin-haltige Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen.

Text: medicalpress
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