Wintertipps für Hundehalter

Hund Pablo hat Spaß beim Toben im Schnee: Doch Vorsicht, wenn Hunde Schnee fressen wollen. Nicht jeder Hundemagen verträgt die Kälte. Bauchkrämpfe können die Folge sein. Foto: mtg
 
Fell an den Ballen schneiden: Das schützt die Hunde. Foto: mtg

Kreis Borken (mtg). In der kalten Jahreszeit frieren auch Hunde schneller. Doch was können Halter tun, um ihre Vierbeiner vor Kälte zu schützen? Der Deutsche Tierschutzbund und die Bundestierärztekammer geben Tipps.

  • Können sich Hunde erkälten?


Hunde können sich bei Zugluft oder durch das Liegen auf kalten Steinen erkälten. Erkrankungen wie Blasenentzündungen sind mitunter die Folge und schwächen das Immunsystem, was eine Infektion der Atemwege begünstigen kann.

  • Wie erkennen Halter, ob ihr Hund friert?


Hundehalter können es daran erkennen, dass der Hund die Rute einzieht oder klamm und langsamer geht.

  • Lange Spaziergänge –oder doch eher kurze?


Hunde bewegen sich gern im Winter, oft lieber als im heißen Sommer. Der Deutsche Tierschutzbund empfiehlt bei kalten Temperaturen trotzdem mehrere kürzere Gassi-Runden als einen langen Spaziergang.

  • Was sollten Halter nach dem Spaziergang im Winter tun?


Ein gründliches und lauwarmes „Fußbad“ nach dem Spaziergang ist ratsam. Das reicht in der Regel aus, um das Salz abzuspülen. Nach dem Bad können die Ballen wieder mit einer fetthaltigem Salbe eingerieben werden. Besondere Vorsicht ist bei einer schmerzhaften Reizung der Ballen durch Salz geboten: Dann leckt der Hund die Stellen exzessiv und fördert eine weitere Reizung und Entzündung. Zudem nimmt er vermehrt Salz auf, was zu Magen-Darm-Reizungen führen kann. Gegen zu viel Eisbildung und Schmutz zwischen den Ballen können die Haare hier gekürzt werden.

  • Brauchen Hunde im Winter eine spezielle Fußpflege?


Problem Nummer Eins im Winter bleibt das Streusalz. Vor allem bei trockenen, rissigen Pfoten ist das Salz ein Problem, da es in die Ritzen eindringen und Schmerzen verursachen kann. Viele Hunde lassen sich ungern an den Ballen anfassen, was das Einreiben mit Melkfett oder Vaseline erschwert. Hier halten die Experten ein Training für sinnvoll, damit sich die Ballen und die behaarten Bereiche dazwischen vor einem Spaziergang gut behandeln lassen.

  • Nässe im Winter – besonders gefährlich?


Im Winter sollten Hunde gut abgetrocknet werden und sich zuhause an einem warmen, trockenen und zugfreien Ort aufhalten, bis sie wieder ganz trocken sind. Woran oft nicht gedacht wird: Ein kalter Untergrund wie Stein oder Fliesen können bei nassen Hunde eine Entzündung der Lunge oder der Blase fördern.

  • Dürfen Hunde Schnee fressen?


Viele Hunde toben gern im Schnee, fressen diesen und lecken an vereisten Pfützen. Das sollte verhindert werden, da nicht jeder Hundemagen die Eiseskälte verträgt. Außerdem enthält der Schnee möglicherweise Schadstoffe und andere Krankheitserreger. Das kann bei Hunden Bauchkrämpfe, Magen-Darm-Entzündungen, blutigen Durchfall oder Erbrechen zur Folge haben. Manche Halter werfen Schneebälle. Auch darauf sollte besser verzichtet werden, da es Hunde zum Schneefressen anregt.

  • Ein Hundemantel im Winter – ist das nötig?


Bei Spaziergängen mit alten oder kranken Tiere, Rassen mit kurzem Fell und ohne Unterwolle, ist ein Hundemantel in Ausnahmefällen einen sinnvoll. Bei gesunden Tieren braucht es auch laut Deutschem Tierschutzbund weder einen Mantel noch einen Pullover, da das Fell einen natürlichen Wärmeschutz bietet.

  • Worauf ist beim Kauf eines Hundemantels zu achten?


Halter sollten beim Kauf auf leichtes, hautverträgliches und atmungsaktives Material achten. Nicht geeignet sind Wolle, Baumwolle und daraus Selbstgestricktes, da sie kein Wasser abweisen. Der Hundemantel muss sitzen, darf keine Körperteile einschnüren oder auf der Haut scheuern. Sitzt der Mantel zu locker, wärmt dieser nicht genug. Außerdem kann der Hund sich an Gegenständen oder Sträuchern hängen bleiben.

  • Ist es ratsam, Hunden bei Schnee und Eis Hundeschuhe anzuziehen?


Nur wenn es tierärztlich angeordnet ist, sollten Hunde laut Schuhe oder Socken tragen. Hundepfoten sind von Natur aus robust. Die Ballen sind bei einigen Hunden empfindlich und weich. Eine regelmäßige Kontrolle sei wichtig. Bei Tieren mit weichen oder rissigen Ballen ist es laut BTK sinnvoll, Hunden Booties bei Schnee und Eis anzuziehen. Diese schützen vor scharfkantigem Eis und Salz. Bei Schneematsch sei für empfindliche Hunde die festere Variante der Booties ratsam.
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