„Gegen das Vergessen“

Die Westdeutsche Sinfonia spielt beim Konzert „Gegen das Vergessen“ in Borken.
Borken (pd/dd). „Gegen das Vergessen!“, so lautet der Titel des Sonderkonzertes zum 80. Jahrestag der Reichspogromnacht am Donnerstag, 8. November, um 20 Uhr in der Stadthalle Vennehof. Zu Gast ist die Westdeutsche Sinfonia unter Leitung von Dirk Joeres, als Solist konnte Andreas Reiner, Violine, gewonnen werden. Aufgeführt werden Werke von Komponiste, die entweder wegen ihrer jüdischen Abstammung (Mendelssohn und Schreker) oder wegen vermeintlichen Judentums (Max Bruch) in den Jahren ab 1933 von den Spielplänen deutscher Konzertsäle verbannt wurden. Sie waren verfemt, ausgegrenzt, verfolgt und sollten vernichtet und vergessen werden.

Die Kulturgemeinde Borken und der Kulturkreis Schloss Raesfeld wollen mit dem Konzertabend der unheilvollen Tage gedenken. Der 9. November 1938 gehört zu den dunkelsten Tagen der deutschen Geschichte. Die Inbrandsetzung und Vernichtung von Synagogen war bis dahin im zivilisierten Mitteleuropa nicht für möglich gehalten worden. Eine Gewalttat gegen eine Religionsgemeinschaft, die später von noch viel schrecklicheren Untaten übertroffen wurde. „Dieses düstere Kapitel in unserer jüngeren Vergangenheit darf nie vergessen werden“, so heißt es in der Mitteilung der Konzertveranstalter. Eintrittskarten gibt es in der Tourist-Info Borken, Neutor 5, 02861/ 7584.
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