Licht aus am 30. März!

Die Propsteikirche St. Remigius an einem normalen Freitag um Mitternacht. Bodenleuchten, Strahler und Straßenlaternen lassen den Platz taghell erscheinen. Foto:E. Kremer
Kreis Borken (kre). Das Magazin Mokka und die Sternfreunde Borken rufen dazu auf, sich am Samstag, 30. März, an der weltweiten Aktion „Earth Hour“ zu beteiligen und ab 20.30 Uhr alle privaten Lichter für mindestens eine Stunde zu löschen. Die „Stunde der Erde“ ist eine Umweltschutzaktion des WWF Deutschland, die das Umweltbewusstsein erhöhen sowie Energiesparen und die Reduzierung von Treibhausgasen symbolisch unterstützen soll.

Mokka und die Sternfreunde wollen bei der „Earth Hour“ in diesem Jahr auf den besonderen Aspekt der Lichtverschmutzung hinweisen. Durch Reklametafeln, Straßenbeleuchtung sowie Strahler an öffentlichen und privaten Gebäuden wird der Himmel nächtlich so stark aufgehellt, dass Fauna und Flora darunter stark leiden. Dazu gehören Insektensterben, Orientierungslosigkeit bei Vögeln, Einflüsse auf das Jagdverhalten bei Fledermäusen und auch ein gestörter Tag-Nacht-Rhythmus beim Menschen, der schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben kann. Ganz davon abgesehen, lässt sich auch der Nachthimmel nicht mehr in voller Pracht beobachten. „Tatsächlich haben schon jetzt fünf von zehn Europäern unter 30 Jahren noch nie die Milchstraße gesehen“, so Mokka-Redakteur Ewald Kremer. „Wir würden uns freuen, wenn zahlreiche Leserinnen und Leser sich beteiligen und dem Himmel über dem Westmünsterland für eine Stunde seine natürliche Dunkelheit zurückgeben.“

Zugleich laden die Sternfreunde Borken dazu ein, an diesem Abend die Sternwarte in Hoxfeld zu besuchen. Der 30. März wird deutschlandweit auch als Astronomietag begangen. Unter dem Motto „Möge die Nacht mit uns sein“ wird die Josef-Bresser-Sternwarte von 20 Uhr bis Mitternacht geöffnet sein. Neben dem großen Sternwarten-Teleskop stehen weitere Teleskope zur Beobachtung bereit. Da der Parkraum an der Sternwarte begrenzt ist, sollte man zu Fuß oder per Fahrrad kommen. Parkmöglichkeiten gibt es am Pröbstingsee. Bei Regen, Sturm oder Schnee muss der Abend leider ausfallen.

Die Aktion „Earth Hour“ wurde 2007 erstmals vom WWF Australien veranstaltet. Mehr als 2.2 Millionen australische Haushalte schalteten bei sich zu Hause für eine Stunde das Licht aus, um ein Zeichen für mehr Klimaschutz zu setzen. Ein Jahr später erreichte die Aktion bereits 370 Städte in 35 Ländern und ist aktuell die größte weltweite Umweltschutzaktion. Auch in Deutschland läuft die Aktion und Wahrzeichen wie der Kölner Dom oder das Brandenburger Tor bleiben am Samstag im Dunkeln.
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