Welttierschutztag 2019: „Lieblingstier – Tierheimtier“

Meerschweinchen sind für jüngere Kinder nicht geeignet.
 
Zukünftige Tierhalter sollten sich genau überlegen, welche Vierbeiner am besten zu ihnen passt. Ob Hund, Katze oder Kleintier – alle Lebewesen haben Bedürfnisse.
Kreis Borken (dd). Zum Welttierschutztag (4. Oktober) hat der deutsche Tierschutzbund das Motto „Lieblingstier – Tierheimtier“ ausgerufen. Damit wollen die Tierschützer darauf aufmerksam machen, dass im Tierheim viele Vierbeiner auf ein neues Zuhause warten. Zukünftige Tierhalter sollten sich vor der Anschaffung jedoch genau überlegen, welche Bedürfnisse Hunde, Katzen oder Kaninchen haben und welches Tier am besten zu ihnen passt. Die Mitarbeiter im Tierheim helfen, die richtige Wahl zu treffen – dabei spielt die Größe der Wohnung ebenso eine Rolle wie die Zeit, die man für das Tier aufbringen kann.


„Man sollte sich bewusst sein, dass ein Tier ausreichend Platz, Pflege und Fürsorge benötigt – das kostet Zeit und Geld“, erklärt Dr. Miriam Holbach, Fachreferentin für Tierheime beim Deutschen Tierschutzbund. „Hierzu gehören neben der täglichen Fütterung und Beschäftigung mit dem Tier auch Pflege- und Hygienemaßnahmen. Heimtiere verursachen meist nicht zu unterschätzende Kosten durch Futter und tierärztliche Betreuung.“ Auch ein Blick in den Mietvertrag sowie der Ausschluss von Tierhaarallergien bei allen Familienmitgliedern helfen, späteren Ärger für Mensch und Tier zu vermeiden. Ebenso sollte bereits im Vorfeld geregelt sein, wie das Tier untergebracht und während Zeiten von Urlaub und anderen Abwesenheiten versorgt wird.



Wer sich entscheidet, sein neues Familienmitglied im örtlichen Tierheim auszusuchen, der kann auf die Unterstützung der Mitarbeiter dort zählen. „Ein Tierheimtier hat immer eine Vergangenheit“, sagt Dr. Holbach. „Die Kollegen im Tierheim haben aber die notwendige Expertise und sind mit den individuellen Charakteren ihrer Schützlinge so vertraut, dass sie gut abschätzen können, wer zusammenpasst.“ Dabei könne es vorkommen, dass das Tier, das optisch den Wünschen des Interessenten entspricht, charakterlich nicht der optimale Lebensgefährte ist. „Mit einer ausführlichen Beratung durch die Tierheimmitarbeiter versuchen wir, Fehlvermittlungen und Rückgaben der Tiere zu vermeiden“, sagt Dr. Holbach.


Sinnvoll ist es, den Vierbeiner der Wahl mehrfach im Tierheim zu besuchen und sich gegenseitig kennenzulernen, bevor es an die Adoption geht – besonders bei größeren Tieren, die frei im Haushalt leben sollen.

Kinder im Haushalt sollten in die konkrete Auswahl sowie die folgende Pflege und Verantwortung für das neue Familienmitglied einbezogen werden. „Was die Wahl des Tieres angeht, geht es dann vor allem um Alter, Reife und Verlässlichkeit des Kindes“, betont Dr. Holbach. „Das Kind muss den richtigen Umgang mit dem Heimtier lernen, damit sich das Tier harmonisch in die Familie eingliedern kann. Die Erziehung des Tieres sollte aber immer von einem Erwachsenen geleitet werden.“


Einige Tiere, beispielsweise Meerschweinchen, hält Dr. Holbach für kaum geeignet für kleinere Kinder, da sie keine Kuscheltiere seien und Kinder schnell das Interesse verlören, wenn sie nicht in direkten Kontakt mit dem Tier treten können. Bei kleineren Lebewesen wie Mäusen oder Vögeln bestehe zudem Verletzungsgefahr für das Tier, wenn Kinder sie ungeschickt anfassen.

Weitere Infos zum Thema auch unter www.ivh-online.de.
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