Unterwegs mit dem Bürgerbus

Rudi Hungerecker fährt seit drei Jahren den Bürgerbus.
Borken (azi). Bürger fahren für Bürger den Bürgerbus Borken. Die Idee dahinter? Öffentlichen Nahverkehr an den Stellen anzubieten, wo sich gewerblicher Linienverkehr nicht lohnt. Er verbindet die Wohngebiete am Stadtrand mit dem Zentrum von Borken. Alle Fahrer sind Ehrenamtler, neue Fahrer werden ständig gesucht und im Juni soll es auch ein neues Fahrzeug geben.

Rudi Hungerecker aus Borken steuert den Achtsitzer drei bis vier Mal im Monat durch die Stadt. „Ich fahre seit drei Jahren Bürgerbus, das Fahren macht mir nach wie vor sehr viel Spaß. Als Bekannte damals fragten, ob ich fahren will dachte ich sofort: Warum nicht?“ Rund 1000 Menschen nutzen nach Auskunft des Vereins monatlich den Bürgerbus. „Komische Begegnungen oder seltsame Fahrgäste hatte ich noch nie. Alle sind immer sehr freundlich“, sagt Hungerecker.

Drei Linien werden vom Verein Bürgerbus Borken angeboten: Die Linie B8 beginnt am Borkener Bahnhof und fährt unter anderem über die Josefskirche, die Landwehr, den Alten Kasernenring und den Fliederbusch zurück zum Bahnhof. Mit der Linie B10 kommt man vom Bahnhof über das St. Marien-Hospital über den Butenbomskamp nach Hovesath und zurück über den Friedhof zum Bahnhof.Wegen Kanalbauarbeiten war die Weseler Landstraße gesperrt, so dass die Haltestellen „Windthorststraße“ und „Friedhof“ nicht angefahren werden konnten. Diese Sperrung ist jetzt aufgehoben und die Haltestellen werden angefahren. Auf der Linie B9 können die Fahrgäste vom Bahnhof nach Marbeck, Heiden und zurück nach Borken kommen. Einsehen lassen sich alle Fahrpläne auf der Internetseite des Vereins.

Die Fahrpreise sind erschwinglich: 1 Euro kostet die Fahrt im Borkener Stadtgebiet, 1,50 Euro muss der Fahrgast für die Strecke nach Heiden oder Marbeck zahlen und 50 Cent kostet die Mitnahme von Kindern ab sechs Jahren auf allen Strecken sowie die Fahrt für alle von Heiden nach Marbeck oder umgekehrt. „Die Gemeinde sichert das Defizit bei den Betriebskosten ab. Die Fahrpreise werden dabei zur Reduzierung des Defizits eingesetzt“, erklärt Margarete Bieber. Sie ist Geschäftsführerin des Vereins und würde sich über neue Gesichter am Lenkrad freuen.

Wer rund zwei Stunden in der Woche Zeit und Lust hat den Bürgerbus zu fahren, kann sich beim Verein melden. Erforderlich ist ein Gesundheitscheck und ein Führungszeugnis. Die Kosten übernimmt der Bürgerbusverein. Jeden zweiten Dienstag im Monat treffen sich die Bürgerbusler um 19 Uhr zum Stammtisch in der Gaststätte Hülsdünker in Borken. Auch dort können Interessierte mehr erfahren.

Wer sich als Fahrer oder als Sponsor engagieren möchte, findet mehr Infos unter http://buergerbusborken.de, E-Mail: info@buergerbusborken.de oder unter 02861/ 61432, 4317 und 600465.
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