Ein naturnaher Gartenteich schafft einen wertvollen Lebensraum für heimische Amphibien, Insekten, Vögel und Pflanzen. Foto: wirestock/Freepik.de
Borken. Ein naturnaher Gartenteich bringt Leben in den Garten: Frösche, Libellen, Vögel und heimische Pflanzen finden hier einen Rückzugsort – ganz ohne Technik und Chemie. Wie ein solcher Teich im Frühling Schritt für Schritt angelegt wird, erklärt Gartenexpertin Corinna Hölzel vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland.
Standort und Planung
Empfohlen wird ein sonniger, kindersicherer Platz mit ausreichend Abstand zu Bäumen, damit der Teich nicht durch Laub und Nährstoffe belastet wird. Eine Fläche ab etwa 20 Quadratmetern und eine mindestens ein Meter tiefe Zone sorgen für stabile Wasserverhältnisse; wichtig sind außerdem flache, gestufte Uferbereiche, über die Kleintiere leicht ein- und aussteigen können.
Bau und Abdichtung
Beim Aushub sollten verschiedene Wassertiefen für Rand-, Sumpf-, Flachwasser- und Tiefwasserzone angelegt werden. Zur Abdichtung rät Hölzel zu langlebiger, weichmacherfreier EPDM-Folie, die flexibel ist und sich gut verlegen lässt.
Die richtige Bepflanzung
In die einzelnen Zonen ziehen passende heimische Arten ein: In der Sumpf- und Flachwasserzone etwa Sumpfdotterblume, Blutweiderich, Schwanenblume oder Sumpfschwertlilie, in der Tiefwasserzone Seerosen und andere Schwimmblattpflanzen. Wichtig sind auch Unterwasserpflanzen, die Sauerstoff liefern und das Algenwachstum eindämmen.
Pflege und tierische Gäste
Gefüllt wird der Teich schrittweise mit Wasser, Fische sollten außen vor bleiben, damit Libellen, Amphibien und andere Wasserbewohner nicht durch gefressenen Laich beeinträchtigt werden. Die Pflege bleibt überschaubar: Im Herbst Laub entfernen, im Winter bei geschlossener Eisdecke ein Loch für den Gasaustausch freihalten – dann bleibt die Wasserlandschaft gesund und wird zu einer kleinen Oase für mehr Artenvielfalt direkt vor der Haustür.