Wildbienen brauchen dringend mehr blühende naturnahe Vielfalt. © Roland Günter (o. re.) und Stiftung für Mensch und Umwelt (restliche Bilder)
Münsterland. Am 20. Mai wird weltweit der „Weltbienentag“ gefeiert – ein Anlass, der auch im eigenen Garten sichtbar werden kann. Denn gerade jetzt im Mai summt und blüht es besonders, und mit einfachen Maßnahmen lassen sich Beete und Grünflächen in wertvolle Lebensräume für Wildbienen verwandeln. Wer auf Vielfalt setzt und möglichst naturnah gärtnert, unterstützt die Artenvielfalt vor der eigenen Haustür.
Wichtig ist zum Beispiel, die Blätter von Frühblühern wie Schneeglöckchen, Blaustern oder Krokus nicht zu früh abzumähen, damit die Pflanzen genügend Kraft für die nächste Saison sammeln können. Auch auf den Einsatz von Mährobotern sollte verzichtet werden: Die Geräte können weder Pflanzen noch Tiere wie Amphibien, Blindschleichen oder Igel unterscheiden und verletzen diese häufig schwer, insbesondere in der Dämmerung oder nachts.
Blumenwiesen werden in der Regel im Juni und Spätsommer gemäht, doch auf nährstoffreichen Böden kann bei feuchtem Frühjahr ein erster Schnitt bereits im Mai sinnvoll sein, um Grasmasse zu reduzieren und mehr Licht für Blüten zu schaffen. Auch Säume dürfen nun geschnitten werden, da Insekten ihre Winterquartiere in alten Stängeln meist verlassen haben. Teilbereiche sollten jedoch nur alle zwei bis drei Jahre dran kommen, damit unterschiedliche Strukturen im Garten erhalten bleiben.
Für Wildbienen sind heimische Wildpflanzen eine besonders attraktive Nahrungsquelle. Empfehlenswert sind etwa Natternkopf, Echtes Johanniskraut, Gewöhnlicher Blutweiderich oder Acker-Witwenblume. Ausführliche Pflanzlisten stellt die Initiative „Deutschland summt!“ online zur Verfügung. Unter dem Motto „Wir tun was für Bienen“ ruft die Stiftung für Mensch und Umwelt außerdem jedes Jahr vom 1. April bis 31. Juli zum Deutschland-summt!-Pflanzwettbewerb auf, bei dem engagierte Projekte aus Gärten, Schulhöfen oder Firmengeländen prämiert werden. Weitere Informationen gibt es unter www.wir-tun-was-fuer-bienen.de.