Gesundheit

Schmerzhafte Nervenerkrankung

30.12.2025

Einer von drei Menschen erkrankt im Laufe seines Lebens an dieser Nervenerkrankung. Fotos: GSK/akz-o

Einer von drei Menschen erkrankt im Laufe seines Lebens an dieser Nervenerkrankung. Fotos: GSK/akz-o

Münsterland (spp-o). Zunächst wirkt sie wie eine Hauterkrankung, tatsächlich aber ist die Gürtelrose eine schmerzhafte Nervenerkrankung, die durch die Reaktivierung des Windpocken-Virus ausgelöst wird. Die ersten Anzeichen sind oft nur schwer zu erkennen. Betroffene fühlen sich schwach und unwohl. „Aufgrund eines altersbedingt geschwächten Immunsystems sind Menschen ab 50 Jahren besonders gefährdet, an Gürtelrose zu erkranken“, erklärt Dr. med. Jürgen Bludau, Facharzt für Innere Medizin. Ab diesem Alter könne sich der Körper einfach gegen gewisse Krankheiten nicht mehr so gut wehren.

Die Rolle chronischer Krankheiten

Chronische Krankheiten – wie beispielsweise Diabetes oder Rheuma – erhöhen das Risiko, an Gürtelrose zu erkranken, zusätzlich und können außerdem die Diagnose erschweren. Dr. Bludau erklärt: „Patienten mit rheumatologischen Erkrankungen leiden häufig unter chronischen Schmerzen, Abgeschlagenheit und Schwächegefühl. Diese Symptome ähneln denen, die man zu Beginn einer Gürtelrose findet.“ Wenn dann plötzlich ein neuer Schmerz hinzukomme, sei das nicht so einfach zu erkennen und zu unterscheiden.

Vorsorge treffen

Nach dem Abklingen einer Gürtelrose können sehr starke Schmerzen, die von den Nerven ausgehen, andauern – teilweise über Monate bis Jahre. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt eine Gürtelrose-Impfung für alle Personen ab 60 Jahren. Die Kosten werden von den Krankenkassen übernommen. Für Menschen mit einer Grunderkrankung wird eine Impfung bereits ab 50 Jahren empfohlen.

Weitere Informationen gibt es auch online unter www.guertelrose-wissen.de