Auch der eigene Umgang mit Stress entscheidet über eine angenehme Fahrt. Foto: TNM
Münsterland. Volle Straßen und steigende Spritpreise gehören längst zum Alltag vieler Autofahrer. Wer sich rechtzeitig vorbereitet, kann jedoch Kosten und Nerven schonen. Der TÜV NORD in Borken empfiehlt einige einfache, aber wirkungsvolle Maßnahmen, die jede Fahrt angenehmer und umweltfreundlicher machen.
Leichtes Gepäck spart Benzin Der Kraftstoffverbrauch eines Fahrzeugs steigt mit jedem Kilogramm zusätzlicher Last. Schon relativ kleine Gewichte machen sich bemerkbar: Wer viel Gepäck mitführt, zahlt dafür an der Tankstelle oft mit. Besonders deutlich wirkt sich das aus, wenn Lasten außen angebracht werden – etwa durch Dachgepäckträger oder Fahrradhalterungen. Der zusätzliche Luftwiderstand kostet Energie, selbst wenn die Träger leer sind. Deshalb gilt: Nach dem Ausladen sollten solche Vorrichtungen möglichst schnell wieder abmontiert werden. Auch Besitzer von Wohnmobilen können mit einfachen Handgriffen den Verbrauch senken. Wasser- oder Abwassertanks müssen nicht schon zu Hause vollständig gefüllt werden; dies kann ebenso gut erst am Zielort geschehen. Schwere Vorräte wie Konserven oder Getränke lagert man besser vor Ort. Leichtes Campinggeschirr reduziert die Last dauerhaft und spart dadurch auf jeder Fahrt Kraftstoff.
Technik-Check vor dem Start Vor längeren Touren lohnt sich ein kurzer technischer Kontrollgang. Besonders wichtig ist der Reifendruck: Ist er zu niedrig, steigt der Rollwiderstand – und damit der Benzinverbrauch. Die Herstellerangaben zum optimalen Druck finden sich meist in der Fahrzeugtür oder im Handbuch. Auch Ölstand und Kühlflüssigkeit sollten überprüft werden, um Motorschäden zu vermeiden.
Entspannt im Straßenverkehr Nicht nur der Verbrauch, auch die Stimmung im Auto verdient Beachtung. Stress, Ungeduld oder Zorn am Steuer führen schnell zu riskanten Situationen und erhöhen die Unfallgefahr. Im Fahrzeug treffen zwei gegensätzliche Gegebenheiten aufeinander: öffentliche Umgebung und privater Rückzugsraum. Diese Kombination begünstigt impulsives Verhalten – etwa beim Überholen oder an der Ampel.
Wer ausgeglichen bleiben möchte, sollte ausreichend Zeit einplanen und Stoßzeiten meiden. Ein kleiner Puffer sorgt dafür, dass selbst Staus und Umleitungen gelassen hingenommen werden. Musik oder Hörbücher helfen, Wartezeiten angenehmer zu gestalten. Ebenso wichtig sind regelmäßige Pausen: Eine halbe Stunde Bewegung im Grünen wirkt wie ein Neustart und senkt messbar körperliche Stressreaktionen.
Vorausschauend fahren lohnt sich Neben mentaler Gelassenheit ist eine ruhige, gleichmäßige Fahrweise der beste Weg zu einer sparsamen und sicheren Reise. Häufiges Beschleunigen und Bremsen erhöht den Verbrauch, während vorausschauendes Fahren die Energieeffizienz verbessert. Wer Abstand hält und das Verkehrsgeschehen früh erkennt, spart nicht nur Sprit, sondern trägt auch zur Sicherheit auf den Straßen bei.