Nach der Karnevalsparty besser Bus, Bahn oder Taxi nehmen. Foto: Freepik
Münsterland. Die fünfte Jahreszeit lockt mit Kostümen, Schunkeln und gutem Schluck. Doch Alkohol und Straßenverkehr passen nicht zusammen – schon geringe Mengen mindern Reaktion und Konzentration. Ab 0,3 Promille drohen bei Fahrfehlern Bußgeld, Punkte und Fahrverbot; bei 0,5 Promille mindestens 500 Euro Strafe, zwei Punkte in Flensburg und ein Monat Fahrpause. Ab 1,1 Promille gilt man als fahruntüchtig: Führerschein weg für sechs Monate, plus hohe Geldstrafe. Besonders im Karnevalstrubel mit vollgestopften Straßen wird aus kleiner Unaufmerksamkeit schnell ein großes Risiko.
Null Promille für Anfänger und Radfahrer
Fahranfänger dürfen bis 21 Jahre oder Probezeit-Ende gar keinen Alkohol fahren. Auch Radfahrer riskieren ab 0,3 Promille bei Unfällen den Führerschein, ab 1,6 Promille ein Strafverfahren – selbst ohne Fahrerlaubnis. Im Karnevalstrubel mit schlechter Sicht wird das doppelt gefährlich. Viele denken, auf dem Fahrrad sei alles erlaubt – doch die Polizei kontrolliert auch hier konsequent. So bleibt man sicher und behält den Führerschein.
Versicherungsschutz in Gefahr War Alkohol beim Unfall im Spiel, prüft die Versicherung streng. In der Haftpflicht greift die Trunkenheitsklausel: Sie zahlt dem Opfer, holt sich bis 5.000 Euro zurück. Kasko kann ganz ausfallen, besonders ab 1,1 Promille. Schon ein Glas Sekt kann den Schutz gefährden, wenn es unfallursächlich war. Jeder Fall wird individuell bewertet – besser also gar nicht erst in die Grauzone geraten. So spart man sich böse finanzielle Überraschungen.
Beifahrer mit Mitschuld
Auch Mitfahrer bei Betrunkenen riskieren Nachteile: Gerichte kürzen Schmerzensgeld als Mitverschulden. Wer die Gefahr ignoriert, zahlt im Ernstfall mit. „Er fährt schon immer so“ ist keine Rechtfertigung vor Gericht. Die Mitfahrenden gelten als selbstverschuldet gefährdet. Freundschaft hin oder her – nüchtern bleiben ist für alle der beste Schutz.
Morgen danach: Immer noch Promille?
Der Körper abbaut nur ein Promille in zehn Stunden. Am nächsten Morgen kann man noch weit über der Grenze liegen. Nach einer langen Karnevalsnacht täuscht der klare Kopf oft. Besser: Bus, Bahn oder Taxi nutzen – so bleibt Karneval purer Spaß ohne Reue. Ein sober Fahrer in der Gruppe macht das Fest rund.