Wer 5.000 statt 10.000 Kilometer Fahrleistung im Jahr angibt, spart durchschnittlich zwölf Prozent beim Kfz-Versicherungsbeitrag. Foto: Magnific
Münsterland. Wer weniger fährt als ursprünglich geplant, kann den Beitrag seiner Kfz-Versicherung deutlich senken und sich zu viel gezahltes Geld zurückholen. Eine aktuelle Untersuchung von Finanztip zeigt: Bei einer Reduzierung der jährlichen Fahrleistung von 10.000 auf 5.000 Kilometer sinkt der Beitrag im Durchschnitt um 12 Prozent.
Eine ergänzende Befragung des unabhängigen Geld-Ratgebers zeigt außerdem: Sechs große Versicherungen erstatten zu viel gezahlte Beiträge rückwirkend ab Beginn des laufenden Versicherungsjahres.
„Autofahrerinnen, die mehr Kilometer im Versicherungsvertrag stehen haben, als sie tatsächlich gefahren sind, schenken ihrer Kfz-Versicherung Geld“, sagt Kathrin Gotthold-Hildebrandt, Mobilitätsexpertin bei Finanztip. „Bei einem angenommenen Jahresbeitrag von 500 Euro entspräche eine durchschnittliche Ersparnis von 12 Prozent rechnerisch beispielsweise 60 Euro.“ Die im Vertrag angegebene jährliche Fahrleistung ist ein wichtiges preisbestimmendes Merkmal.
Kilometerklasse entscheidet über Ersparnis
Weniger zu fahren bedeutet allerdings nicht automatisch einen niedrigeren Beitrag. Entscheidend ist, dass Versicherte durch die geringere Fahrleistung in eine günstigere Kilometerklasse eingestuft werden. „Versicherte sollten ausdrücklich nach einer rückwirkenden Neuberechnung fragen und ihre Kilometerleistung korrigieren lassen“, rät Gotthold-Hildebrandt.
Ob der Beitrag auch rückwirkend neu berechnet wird, handhabn die Anbieter unterschiedlich. Weitere Infos auf www.finanztip.de.