Wenn Erbsen, Bohnen und Linsen weich werden sollen, hilft mitunter eine Prise Natron im Kochwasser. Foto: Unsplash
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atron gilt als umweltschonender Alleskönner unter den Hausmitteln. Wofür es sich wirklich gut eignet? Der Stadtanzeiger Borken hat nachgeforscht:
Natron, auch Natriumhydrogencarbonat genannt, ist ein wasserlösliches Salz, das schon zu Großmuttis Zeiten als Allround-Talent und Alltagshelfer bekannt war.
Oft wird es als Kaiser Natron und Bullrich-Salz bezeichnet. Es darf nicht mit Waschsoda, der Natronlauge oder dem Ätznatron verwechselt werden.
Natron geriet für einige Zeit fast in Vergessenheit und zieht nun wieder in die Haushalte ein: Es eignet sich für die Reinigung im Haushalt, den Kampf gegen Schimmel und bei manch physischen Beschwerden.
Zudem wird Natron eine basische Wirkung nachgesagt – und so hilft es bei spröder Haut und zeigt bei Ekzemen und Akne eine beruhigende Wirkung. Seit Jahrtausenden wird Natron vielseitig eingesetzt. Hier einige Tipps für den Haushalt:
Tipp bei Flecken
Hartnäckige Flecken (Blut, Wein und Kaffee bis hin zu Fett) lassen sich mithilfe von Natron auf Textilien entfernen: Dazu einen Esslöffel Natron in einem Liter warmem Wasser auflösen, einen Lappen darin tränken und vorsichtig über die Flecken reiben.
Tipp bei Schweißfüßen
Für ein Fußbad werden drei Teelöffel Natron in eine Schüssel mit warmem Wasser gegeben. Füße darin baden und anschließend abspülen und trocknen.
Tipp zum Kochen
Wer eine Prise Natron ins Kochwasser einlässt, wird schnell merken, dass Bohnen, Erbsen und Linsen weich werden und ihr saftiges Grün behalten.
Tipp zur Schönheit:
Ein Natronbad ist basisch und leitet Säuren aus den Hautporen, was die Haut weicher macht. Dafür 100 Gramm Natron ins Vollbad geben. Empfehlenswert ist eine Wassertemperatur von mindestens 37 Grad.
Tipp zum Spülen
Wenn die Töpfe in der Küche angebrannt sind und sich Essensreste verkrustet haben, ist es ratsam, Natron über die Topfböden zu streuen.
Tipp gegen Gerüche
Natron ist dafür bekannt, dass es Gerüche neutralisiert. Wer Knoblauch geschnibbelt hat, kann es eine Paste zusammenrühren, die auch Öl und Schmierfett entfernt. Dazu einfach zwei Esslöffel Natron mit etwas Wasser verrühren, bis eine breiige Masse entsteht und die Hände abwaschen. So werden die Hände wieder geschmeidig und Gerüche werden im Nu neutralisiert.
Tipp für das Kühlfach
Das Kühlfach vom Gefrierschrank sollte zwischendurch immer abgetaut werden. Das schenkt Platz und spart zudem Energie. Wenn alle Innenflächen trocken sind, können sie mit Natron eingerieben werden. So wird eine schnelle Eisbildung verhindert. Außerdem lassen sich auch in diesem Fall üble Gerüche verhindern.
Tipp zur Toilettenreinigung
Gründlich sauber wird die Toilette, wenn man eine halbe Tasse Natron ins Becken füllt. Eine Stunde einwirken lassen – drüber putzen und die Toilette ist wieder sauber. Mit bis zu zwei Tassen Essig, die ebenfalls einige Stunden einwirken, lässt sich sehr hartnäckiger Schmutz entfernen.
Tipp für den Backofen
Zur Reinigung des Backoffens lässt sich auch die Paste aus Natron und Wasser herstellen. Diese kann auf die verschmutzte Stelle aufgetragen werden. Einweichen, wegwischen und fertig.
Wenn Erbsen, Bohnen und Linsen weich werden sollen, hilft mitunter eine Prise Natron im Kochwasser. Foto: Unsplash
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Für verstopfte Abflüsse und vieles mehr: Natron. Foto: mtg
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