Auf der Glocke sind die Jahreszahlen 1226 und 2026 sowie der Schriftzug „Stadtjubiläum“ eingraviert. Foto: Stadt Borken/mediamieze
Borken. Zum 800-jährigen Stadtjubiläum hat Borken ein besonderes Klangzeichen erhalten: Am Diebesturm sorgt eine eigens angefertigte Bronzeglocke künftig für festliche Momente. Sie stammt aus der traditionsreichen Gescheraner Glockengießerei Petit & Gebr. Edelbrock, deren Werk über die Grenzen der Region hinaus bekannt ist.
Verbunden mit Geschichte und Gegenwart
In die Glocke sind die Jahreszahlen 1226 und 2026 sowie der Schriftzug „Stadtjubiläum“ eingraviert – ein Hinweis auf die Verleihung der Stadtrechte vor acht Jahrhunderten und auf das Jubiläumsjahr, das die Stadt mit zahlreichen Aktionen feiert. Ihr heller Ton in f‘‘‘ soll an den gemeinsamen Klang der Stadtgemeinschaft erinnern und gleichzeitig den Beginn neuer Lebensabschnitte begleiten. Immer dann, wenn ein Brautpaar das Trauzimmer im Diebesturm verlässt, wird die Glocke erklingen.
Letztes Puzzlestück der „Türme-Tour“
Mit der Jubiläumsglocke ist zugleich die „Türme-Tour“ komplett. Dieses Projekt führt Besucherinnen und Besucher zu den fünf historischen Stadttürmen und verbindet lokale Geschichte mit spielerischen Entdeckerstationen. Die Figuren aus der „Geheimen Eulen-Chronik“, dem Kinderbuch zum Stadtjubiläum, begleiten die Tour auf kindgerechte Weise. Am Diebesturm steht die Station unter dem Motto „Glockenschläge für die Liebe“ – ein passender Titel für den Turm, der heute als romantisches Trauzimmer der Stadt Borken dient.
Ein Klang, der bleibt
Die neue Glocke ist auf Höhe des ersten Fensters am Trauzimmer angebracht und kann ausschließlich zu Hochzeiten geläutet werden. Damit bekommt Borken nicht nur ein weiteres Symbol im Jubiläumsjahr, sondern auch ein dauerhaftes Zeichen, das Geschichte, Handwerk und Lebensfreude verbindet.