Lokales

Feuer- und Rettungswache im Kostenplan: Größtes Bauprojekt Borkens schreitet voran

09.07.2026

Die neue Feuer- und Rettungswache an der Raesfelder Straße nimmt zunehmend Gestalt an.

Die neue Feuer- und Rettungswache an der Raesfelder Straße nimmt zunehmend Gestalt an.

© Stadt Borken

Borken (pd/and) . Wo heute noch Baugerüste stehen, werden bald Einsatzfahrzeuge starten – oft unter Zeitdruck, immer mit einem klaren Ziel: helfen. An der Raesfelder Straße entsteht derzeit ein Ort, auf den es im Ernstfall ankommt. Mit der Grundsteinlegung der neuen Feuer- und Rettungswache am Mittwochabend erreichte das größte Bauprojekt in der Geschichte der Stadt Borken einen sichtbaren Höhepunkt.

Und aus Anlass der Grundsteinlegung gab es am Mittwochabend (8. Juli) einen kleinen Festakt im Rohbau der neuen Feuer- und Rettungswache Borken an der Raesfelder Straße: Die Stadt Borken als Träger der Wache und zahlreiche Gäste waren dabei, als Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing traditionell eine Zeitkapsel füllte.

Deren Inhalt mit zahlreichen Zeitdokumenten solle am liebsten erst „nach Jahrhunderten“ geöffnet werden, wünschte sie sich. Das Wichtigste des „größten Bauprojekts in der Geschichte von Borken“: Der Kostenrahmen von 37,4 Millionen Euro könne nach heutigem Stand eingehalten werden, sagte Schulze Hessing.

Der neue Feuerwehrchef Kai Sobbe zeigte sich erfreut, dass bei allen Planungen die Funktionalität der neuen Wache eingehalten worden sei. Sie soll 2028 fertig werden. Der Bau sein „ein Meilenstein“ für das Rettungswesen in Borken und der Region.

Zur Borkener Wehr gehören 68 hauptamtliche und 110 freiwillige Kräfte sowie 48 Mitglieder der Jugendfeuerwehr.

Auf rund 3,5 Hektar wächst im Süden Borkens, direkt an der Bundesstraße 70, für 37,4 Millionen Euro eine hochmoderne Wache heran. Notwendig geworden ist der Neubau, weil die bisherige Feuer- und Rettungswache am Butenwall den Anforderungen längst nicht mehr gerecht wird. Das Gebäude aus den 1960er Jahren wurde zwar mehrfach erweitert, stieß jedoch sowohl baulich als auch funktional an seine Grenzen. Eine langfristige Perspektive gab es dort nicht mehr.

Umso wichtiger war die Wahl des neuen Standorts. Nach intensiver Suche fiel die Entscheidung auf das Gelände südlich der B 70 – vor allem wegen der guten Verkehrsanbindung. Künftig sorgen separate Alarmausfahrten, eine direkte Anbindung an die Bundesstraße und optimierte Zufahrten dafür, dass Einsatzkräfte schneller und sicherer ausrücken können. Auch für den Fuß- und Radverkehr wurden Lösungen geschaffen.

Bevor das Gebäude wachsen konnte, wurde zunächst die Grundlage geschaffen: Erschließungsarbeiten, neue Leitungen, ein Pumpwerk und ein Regenrückhaltebecken sorgen dafür, dass die Infrastruktur zuverlässig funktioniert. Gleichzeitig wird der Döringbach durch ökologische Maßnahmen aufgewertet – ein Aspekt, der zeigt, dass das Projekt auch über den eigentlichen Bau hinaus gedacht ist.

Seit dem Beginn der Erschließungsarbeiten im Frühjahr 2024 hat sich das Gelände sichtbar verändert. Nach dem ersten Spatenstich im Februar 2025 schreitet der Rohbau zügig voran und steht nun kurz vor dem Abschluss. Direkt danach beginnen die Ausbauarbeiten – von Fenstern und Toren bis zur technischen Ausstattung für Heizung, Lüftung und Elektrik. Auch die Außenanlagen nehmen in den kommenden Wochen Gestalt an.

Das Projekt liegt aktuell im Zeit- und Kostenrahmen.

Mit dem Abschluss der Rohbauarbeiten und der Grundsteinlegung in dieser Woche ist ein wichtiger Schritt erreicht. Bis zur Fertigstellung und Inbetriebnahme folgen nun die weiteren Ausbauphasen.

Zeigen die Zeitkapsel, die am Eingang des neuen Gebäudes ihren Platz findet: (von links): Ex-Chef Stefan Döking, der neue Leiter Kai Sobbe, Achim Suttrop (Stadt Borken) mit der Zeitkapsel, Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing sowie Landrat Dr. Kai Zwicker.

Zeigen die Zeitkapsel, die am Eingang des neuen Gebäudes ihren Platz findet: (von links): Ex-Chef Stefan Döking, der neue Leiter Kai Sobbe, Achim Suttrop (Stadt Borken) mit der Zeitkapsel, Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing sowie Landrat Dr. Kai Zwicker.

Einige Gegenstände für die Zeitkapsel: zum Beispiel der Borkener Turm, Abzeichen, Taschenlampe, Funkgerät, BZ-Ausgabe, Brief der Bürgermeisterin, USB-Stick mit Daten, Foto des ehemaligen Wehrleiters Stefan Döking, Bronzemedaille zum 800-Jahresjubiläum Borkens und das Wappen des Kreises.

Einige Gegenstände für die Zeitkapsel: zum Beispiel der Borkener Turm, Abzeichen, Taschenlampe, Funkgerät, BZ-Ausgabe, Brief der Bürgermeisterin, USB-Stick mit Daten, Foto des ehemaligen Wehrleiters Stefan Döking, Bronzemedaille zum 800-Jahresjubiläum Borkens und das Wappen des Kreises.

© Horst Andresen

Leckeres vom Grill: Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Borken versorgten die große Gästeschar bei der Grundsteinlegung der neuen Wache.

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© Horst Andresen

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