Eröffnung der neuen Hoch- und Weitsprunganlage in Raesfeld mit Paralympics-Sieger Heinrich Popow
© Bernhard Kils
Raesfeld. Trotz Kälte und Nieselregen herrschte am letzten Wochenende auf dem Sportplatz des TSV Raesfeld gute Stimmung: Mit Musik, sportlichen Aktionen und prominenten Gästen wurde die neue Hoch- und Weitsprunganlage offiziell eingeweiht.
Rund 100 Kinder trainieren in der Leichtathletikabteilung des TSV – und sie nutzten die neue Anlage sofort mit großer Begeisterung. Künftig erwartet sie deutlich besseres Training auf Sand und Matte.
„Die Leichtathletik ist ein Rückgrat der Jugendförderung“, betont der stellvertretende Abteilungsleiter Thomas Fischedick. Viele Kinder entdecken hier ihre Freude an der Bewegung – und damit oft auch den Weg zu anderen Sportarten.
Prominente Gäste begeistern
Ein besonderes Highlight war der Besuch von Paralympics-Sieger Heinrich Popow, der die Schweizer Bronzemedaillengewinnerin Elena Kratter mitgebracht hatte. Beide beantworteten Fragen, gaben Tipps und motivierten die jungen Athletinnen und Athleten beim Ausprobieren der Anlage.
Popow machte deutlich, wie wichtig der Breitensport ist: „Wir feiern immer nur die, die im Fernsehen Erfolge bringen. Aber es fängt alles hier an.“ Hoch- und Weitsprung seien für Kinder ideal, weil sie Laufen, Sprungkraft und Spaß verbinden. Und der Sand? Der erinnere Kinder ohnehin an den Sandkasten – also ans Spielen.
Gemeinsam möglich gemacht
Bürgermeister Dirk Kuhmann würdigte das Ehrenamt und die gemeinschaftliche Kraft, ohne die der Neubau nicht möglich gewesen wäre. Die Anlage sei nicht nur ein Ort für sportliche Talente, sondern auch ein Ort der Begegnung.
Die Anlage entstand in rund vier Monaten und kostete etwa 186.000 Euro. Über das LEADER-Programm fließen rund 130.000 Euro Fördermittel vom Land Nordrhein-Westfalen und der Europäischen Union. Den restlichen Eigenanteil trägt der Verein – unterstützt von zahlreichen Sponsoren, Spendenaktionen und Laufveranstaltungen. Weitere Spenden sind willkommen.