Leonie Pöpping aus Klein-Reken startet im September mit dem EFL-Masterstudiengang. Foto: Bischöfliche Pressestelle / Gudrun Niewöhne
Borken/Reken. Im EFL-Studiengang der Ehe-, Familien- und Lebensberatung des Bistums Münster wird Leonie Pöpping künftig am Standort Borken hospitieren. Die 27-jährige Klein-Rekenerin startet im September mit dem weiterbildenden vierjährigen Masterstudiengang zur zertifizierten EFL-Beraterin, den die EFL gemeinsam mit der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen anbietet.
Pöpping möchte Menschen in schwierigen Lebenssituationen unterstützen. Schon im Studium habe sie gemerkt, dass sie sich besonders in der Beratung zu Hause fühle. Deshalb hängt sie an ihren bevorstehenden Master in Erziehungswissenschaften nun noch einen weiteren Abschluss an.
Aufgewachsen in Bergkamen, studierte sie nach dem Abitur in Münster Erziehungswissenschaften und sammelte parallel praktische Erfahrungen in verschiedenen Einrichtungen. Stationen waren unter anderem die Lebenshilfe, die Kinder- und Jugendpsychiatrie des Universitätsklinikums Münster sowie eine Familienpraxis in Dorsten.
2024 ließ sich Pöpping zudem zur Telefonseelsorgerin ausbilden. Spätestens in dieser Zeit sei ihr klar geworden, dass Beratung genau ihr Berufsfeld sei. Über einen Zufall kam sie mit einer Mitarbeiterin der EFL ins Gespräch und bewarb sich kurzfristig noch für den Studiengang – obwohl die Frist bereits abgelaufen war. Umso größer war die Freude über die Zusage im Nachrückverfahren.
Das Studium ist praxisnah aufgebaut. Bereits im ersten Semester hospitieren die Teilnehmenden in einer EFL-Beratungsstelle. Im zweiten Jahr sollen sie selbst Beratungen übernehmen, begleitet von Supervisionen.
Mit dem Master of Counseling möchte Pöpping ihre Kompetenzen erweitern und Menschen dabei helfen, Lösungen für schwierige Lebensphasen zu entwickeln. „Ich möchte etwas bewegen können“, sagt sie. Besonders wichtig sei ihr, dass Ratsuchende freiwillig Hilfe suchten.
Aus ihren bisherigen Erfahrungen habe sie zudem ein persönliches Leitbild entwickelt: Jeden Menschen akzeptieren, auch wenn man sein Verhalten nicht immer gutheißen könne. Für Pöpping ist entscheidend, die Gefühle anderer anzuerkennen – auch dann, wenn das nicht leichtfalle. Mit dem zusätzlichen Studium richtet sie den Blick nun bewusst auf ihre berufliche Zukunft.