Ein Pilotprojekt gegen illegales Tuning von Zweirädern ist im Kreis Borken gestartet.
Kreis Borken. Die Polizei im Kreis Borken setzt ab sofort neue mobile Prüfstände ein, um illegale Manipulationen an E-Fahrrädern und E-Scootern schneller aufzudecken. Damit reagiert sie auf einen wachsenden Trend: Immer mehr Fatbikes und E-Roller werden so umgebaut, dass die elektrische Unterstützung deutlich über die erlaubten 25 km/h hinausgeht.
Was wird kontrolliert – und was ist erlaubt?
Nicht jede hohe Geschwindigkeit ist verboten. Wer allein mit Muskelkraft schneller fährt, macht nichts Falsches. Problematisch wird es, wenn die Motorunterstützung manipuliert wurde. Solche „Tunings“ können nicht nur die Verkehrssicherheit gefährden, sondern auch rechtliche Folgen haben – von Versicherungsfragen bis zur Haftung bei Unfällen. Betroffen sind dabei nicht nur die Fahrzeugführer selbst, sondern gegebenenfalls auch Eltern oder Erziehungsberechtigte.
Wie funktioniert die neue Kontrolle?
Die neuen Rollenprüfstände ermöglichen eine schnelle technische Überprüfung direkt an der Straße. Aufwendige Gutachten durch externe Sachverständige sollen dadurch seltener nötig sein. Im Kreis Borken kommen zwei verschiedene Systeme zum Einsatz, die in einer Pilotphase zusammen mit der Polizei in Köln erprobt werden.
Wo und wann wird kontrolliert?
Die Prüfgeräte werden sowohl bei geplanten Schwerpunktkontrollen als auch flexibel im normalen Streifendienst eingesetzt. Geprüft werden können damit Fatbikes, Pedelecs, E-Bikes, Speed-Pedelecs und E-Scooter. Nach Ende der Pilotphase sollen die Geräte dauerhaft im Kreis Borken bleiben und anderen Polizeibehörden in NRW als Leihgeräte zur Verfügung stehen.