Wie sehr sich die Borkener Skyline verändert hat wird besonders von der Fußgängerbrücke aus deutlich, die in den Stadtpark führt.
Borken. Nehmen Sie sich die Zeit und erkunden in Ruhe das neue Mühlenareal: Am kommenden Freitag, 1. September, sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein und man kann das erste Mal am Wasser auf den Aa-Terrassen Platz nehmen. Um 15 Uhr findet die offizielle Eröffnung mit einem bunten Familienprogramm statt. Bei einem kleinen Imbiss und musikalischer Unterhaltung der Böhmischen Runde des Musikvereins Rhedebrügge lohnt es sich, eine kleine Runde zu drehen und sich alles etwas genauer anzuschauen.
Am Zusammenfluss der Borkener Aa und des Döringbachs – der Spitze des Borkener Stadtparkes – wurden in den letzten vier Jahren Straßen verlegt, Gewässer umgeleitet, Bauwerke abgerissen und andere errichtet. Der neue Kreisverkehr und die Brücken für Autofahrer oder auch nur für Radfahrer und Fußgänger sind schon länger freigegeben – jetzt kann man die moderne Stauanlage, die gewaltige Fischaufstiegstreppe und die Aa-Terrassen am Wasser in Augenschein nehmen. Die Anlage folgt nicht nur dem Verlauf des Flusses und der alten Stadtmauer, sondern markiert auch wichtige Punkte der früheren Stadtarchitektur. Kommt man vom Kuhmturm fällt links sofort eine hell gepflasterte Fläche auf. Dort stand früher die Borkener Mühle, an die ein alter Mühlstein ebenso erinnert wie der Maitremsenbrunnen des Künstlers Hermann Kunkler. In die Sandsteinwand an der Seite eingelassen wird rechtzeitig zur Eröffnung eine Bronzetafel, welche die Entwicklung dieses Areals dokumentiert. Der historische Klinker, der die Tafel umfasst, stammt von der ehemaligen Mühle.
Steht man auf der neuen Fußgängerbrücke, an deren Stelle früher das Mühlentor stand, wird die stadtplanerische Ost-West-Achse durch die Stadt deutlich. Sie führt von der Wasserstiege über die geplante Butenstadt (Baubeginn im kommenden Jahr), das neue Mühlenareal und die Mühlenstrasse bis zum Borkener Marktplatz.
Die neuen Aa-Terrassen sollen zum Treffpunkt werden. Fotos: hie
Der Maitremsenbrunnen des Künstlers Hermann Kunkler steht genau dort, wo früher die Mühle gestanden hat.
Moderne Fischaufstiegs- und Wehranlage.