© Burgers' Zoo/Mira Meijer
. 1,70 Meter Spannweite und mehrere Dutzend Kilo Körpergewicht: Das ausgewachsene Adlerrochen-Weibchen aus dem Burgers‘ Zoo in Arnheim ist nicht nur groß und schwer, sondern auch trächtig. Für eine Ultraschalluntersuchung wurde es heute von dem 1,6 Millionen Liter fassenden Ocean-Becken in ein kleineres Nebenbecken gebracht. Dort bekam das Tier auch eine Verhütungsspritze.
Genetische und tierschutzrelevante Überlegungen
Die Entscheidung für das Verhütungsmittel fiel aus zweierlei Gründen. Zum einen ist die DNA des Adlerrochen-Weibchens, das 2014 selbst in Arnheim geboren wurde, reichlich in der europäischen Population vorhanden. Es hat schon viele Jungtiere im Burgers‘ Ocean zur Welt gebracht, die an verschiedene europäische Partneraquarien vermittelt wurden. Außerdem stellten Tierpfleger und Biologen fest, dass die Trächtigkeit dem ausgewachsenen Weibchen zunehmend Energie abverlangt. Obwohl es mehr als ausreichend frisst, verliert das trächtige Tier an Gewicht.
Ein komplexer Eingriff
Nachdem das Adlerrochen-Weibchen heute dem großen Becken entnommen wurde, kam es auf die Waage und dann in ein in ein kleines Becken, dessen Wasser mit Narkosemittel versetzt war. Anschließend entnahm der Tierarzt Blut, hielt die Maße fest, führte die Ultraschalluntersuchung durch und verabreichte das Verhütungsmittel. Das Tier besitzt Giftstacheln am Ansatz seines Schwanzes, die während des gesamten Eingriffs von einem speziell dafür eingeteilten Tierpfleger genau im Auge behalten wurden.
Verhütung für Fische
Es kommt nur selten vor, dass Haie und Rochen mit Verhütungsmitteln behandelt werden. Burgers‘ Zoo schrieb Weltgeschichte, als der erste Adlerrochen eine Verhütungsspritze erhielt. Das aktuell trächtige Weibchen ist erst das vierte Tier aus dem Burgers‘ Zoo, bei dem auf diese Weise weiterer Nachwuchs verhindert wird. Die ersten drei Adlerrochen stammen ebenfalls aus Arnheim. Bei ihnen wirkt das Verhütungsmittel erfolgreich.