Niederlande

Spurensuche im Krieg

25.01.2026

Rheinland-Offensive_Britische und kanadische Truppen auf dem Weg von Nijmegen nach Kranenburg

Rheinland-Offensive_Britische und kanadische Truppen auf dem Weg von Nijmegen nach Kranenburg

Groesbeek/NL. Die Rheinland-Offensive wird in vielen Geschichtsbüchern kaum erwähnt, obwohl sie eine der größten und bedeutendsten Operationen des Zweiten Weltkriegs war. Das Freiheitsmuseum Groesbeek möchte das ändern und bietet im Februar und März ein umfangreiches Programm mit Vorträgen, Filmvorführungen und Battlefield-Touren – eine Gelegenheit, tief in die bewegte Vergangenheit der Region einzutauchen.

Eine vergessene Großoffensive

Die Offensive war außergewöhnlich: Nie zuvor war von niederländischem Boden aus eine Militäroperation dieses Ausmaßes gestartet worden. Invasion, Trommelfeuer, Panzerschlachten, Luftlandungen und Flussüberquerungen prägten das Geschehen, erschwert durch Schlamm, Regen und unwegsames Gelände.

Vortrag von René Schoenmaker

Am 8. Februar hält Oberstleutnant a.D. René Schoenmaker einen niederländischsprachigen Vortrag „Die vergessene Schlacht um das Rheinland“. Der Veteran und ehemalige NATO-Mitarbeiter beleuchtet Strategie, Hintergründe und Auswirkungen der Operation. Eine deutsche Fassung des Vortrags folgt am 11. Februar.

Auf historischen Spuren

Für geschichtlich Interessierte bietet das Museum Battlefield-Touren an (28. Februar auf Deutsch, 7. März auf Niederländisch). Sie führen unter anderem zur Startlinie der Operation Veritable, zur Siegfried-Linie, durch die Hochwald-Lücke bis nach Wesel.

Filmklassiker mit Einführung

Ergänzend zeigt das Museum den Filmklassiker „Krieg am Niederrhein“, erstmals am 7. Februar – jeweils mit einer kurzen historischen Einführung durch Museumsführerinnen und -führer.

Freiheitsmuseum Groesbeek

Das Freiheitsmuseum, nur fünf Kilometer von der deutschen Grenze entfernt, widmet sich der Geschichte des Zweiten Weltkriegs und der europäischen Befreiung bis in die Gegenwart. Mit seiner Dauerausstellung und zahlreichen Sonderveranstaltungen lädt es Besucherinnen und Besucher ein, über den Wert von Freiheit im Jahr 2026 nachzudenken.

Weitere Informationen gibt es unter www.freiheitsmuseum.com.

Deutsche Zivilisten auf der Flucht bei Xanten.Fotos: Freiheitsmuseum Groesbeek

Deutsche Zivilisten auf der Flucht bei Xanten. Fotos: Freiheitsmuseum Groesbeek

Luftaufnahme von Kleve 1945

Luftaufnahme von Kleve 1945