Bauen & Wohnen

Wohnen mit Zukunft

24.04.2026

Altersgerechte Sanierung lohnt sich auch in jungen Jahren. Foto: G.Mieth/Bausparkasse Schwäbisch Hall

Altersgerechte Sanierung lohnt sich auch in jungen Jahren. Foto: G.Mieth/Bausparkasse Schwäbisch Hall

Münsterland. Viele Wohnungen und Häuser sind nicht für das Wohnen im Alter gebaut: Türschwellen, enge Bäder oder steile Treppen schränken Mobilität und Sicherheit ein. Rechtzeitiges Sanieren reduziert solche Barrieren und erhöht den Wohnkomfort. Welche Maßnahmen sinnvoll sind, fasst Ralf Oberländer, Baufinanzierungsberater bei Schwäbisch Hall, zusammen.

Für wen lohnt sich der Umbau? Barrieren abzubauen ist kein Thema nur für ältere Menschen. Eigentümer und Mieter, die ihre Wohnsituation langfristig gestalten wollen, profitieren ebenso wie junge Familien oder Menschen mit Mobilitätseinschränkungen – etwa von schwellenlosen Zugängen oder breiteren Türen, die im Alltag mit Kinderwagen oder Gehhilfe den Unterschied machen.

Welche Maßnahmen sind besonders sinnvoll?

Die Bandbreite reicht von baulichen über technische und sicherheitsrelevante Anpassungen. Welche Maßnahmen sinnvoll sind, hängt von der Immobilie und den individuellen Bedürfnissen ab. Barrieren im Wohnraum lassen sich beispielsweise durch schwellenlose Zugänge und Rampen, breitere Türen und größere Bewegungsflächen reduzieren. Auch der Umbau des Badezimmers mit einer bodengleichen Dusche und Haltegriffen sowie Treppen- und Plattformlifte sorgen für Barrierefreiheit. Smart-Home-Technologien, wie zum Beispiel moderne Notrufsysteme, sensorgestützte Beleuchtung und vernetzte Warnsysteme erhöhen die Sicherheit zusätzlich. Im Außenbereich verbessern barrierearme Wege, breitere Stellplätze, die das Ein- und Aussteigen mit Rollstuhl oder Rollator ermöglichen, oder Überdachungen für eben diese Mobilitätshilfen die Zugänglichkeit rund um das Haus.

Einbruchschutz lässt sich oft förderfähig kombinieren: Einbruchhemmende Türen mit zusätzlichen Sicherheitsschlössern oder gesicherte Fenster erhöhen das Sicherheitsgefühl in den eigenen vier Wänden.

Förderprogramme: Antrag vor Baubeginn Modernisierungen, die Barrieren abbauen, werden gefördert – unabhängig vom Alter der Antragstellenden. Die wichtigste Regel: Förderanträge müssen immer vor Baubeginn gestellt werden. „Der häufigste Fehler ist, erst mit dem Umbau zu starten und sich dann um die Förderung zu kümmern. Dann ist es meist zu spät“, warnt Oberländer.