Mehr davon: Ob Knospe, Blüte oder Samenstand – Skabiosen können sich in jedem Stadium sehen lassen. Für Schmetterlinge sind die mit Nektar gefüllten Blüten besonders attraktiv. Foto: GMH/Bettina Banse
Münsterland. Schmetterlinge im Garten sind immer ein besonderer Anblick: Ein Zitronenfalter im Frühling, ein Tagpfauenauge auf der Distelblüte oder blau schimmernde Bläulinge im Kräuterbeet bringen Leben und Farbe in den Garten. Damit sich die Falter wohlfühlen, braucht es vor allem die richtigen Pflanzen – Nektarquellen für die erwachsenen Schmetterlinge und Futterpflanzen für ihre Raupen.
Viele Wildstauden bieten beides. Die Wiesen-Flockenblume und verschiedene Fetthennen locken zahlreiche Arten an und bringen Bewegung ins Beet. Auch die Große Brennnessel ist eine wichtige Raupennahrung, etwa für Kleinen Fuchs oder Admiral – in einer ruhigen Gartenecke darf sie deshalb gern stehen bleiben. Ein Farbtupfer für naturnahe Gärten ist der Blut-Weiderich am Teichrand. Seine zarten Blüten sind Raupenfutter für den Faulbaum-Bläuling und später Nahrungsquelle für Zitronenfalter und andere Weißlinge. Spätblüher wie Herbst-Astern oder Wasserdost sichern Schmetterlingen im Herbst zusätzliche Energie. Wer dornige Disteln oder Skabiosen duldet, bietet auch spät im Jahr Nahrung für Schwalbenschwanz und Admiral.
Auch Küchenkräuter wie Dost (Oregano), Thymian oder Lavendel sind wertvolle Falterpflanzen: Sie duften, mögen Sonne und Trockenheit und ziehen nicht nur Schmetterlinge, sondern auch Wildbienen an. Fenchel kann im Kräuterbeet stehen bleiben – seine Blätter nähren Raupen des Schwalbenschwanzes, während die Blütendolden zahlreiche Insekten anlocken. Unter den Lippenblütlern finden sich übrigens besonders viele Schmetterlingspflanzen, etwa Rosmarin oder Bohnenkraut. Wer in seinem Garten solche Kräuter und Stauden kombiniert, schafft einen Lebensraum voller Vielfalt. Ein Garten, in dem solche Pflanzen gedeihen, bietet also Genuss für Mensch und Tier.